Darknet-Dealer "Pygmalion": Ermittler verfolgen Spuren zu mutmaßlicher Drogenbossin

Hinter dem Pseudonym "Pygmalion" im Darknet soll eine Frau stecken, die im großen Stil Drogen verkauft haben soll. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern ermittelt seit Januar 2024.

Darknet-Dealer "Pygmalion": Ermittler verfolgen Spuren zu mutmaßlicher Drogenbossin

Darknet-Dealer "Pygmalion": Ermittler verfolgen Spuren zu mutmaßlicher Drogenbossin

Eine Nachricht in einem Darknet-Forum setzt im Januar 2024 eine bundesweite Fahndung in Gang. Unter dem Alias "Pygmalion" schreibt dort eine Person, ein enger Freund sei festgenommen worden. Dieser angebliche Freund hatte zuvor einen der größten deutschsprachigen Online-Marktplätze für illegale Substanzen betrieben.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern nimmt die Spur auf. Thomas Goger von der Behörde erklärt: "Das weckt natürlich unser Interesse." Die Ermittler beobachten Chats, werten digitale Daten aus und verknüpfen Online-Hinweise mit herkömmlicher Polizeiarbeit. Nach und nach entwirren sie das Netzwerk.

Ungewöhnlich ist, was die Fahnder dabei herausfinden. Hinter dem Pseudonym "Pygmalion" soll eine Frau namens Medina H. stecken. Sie soll im Darknet kiloweise Drogen verkauft haben. Die Beschuldigte weist Teile der Vorwürfe zurück.

Der Fall liefert Einblicke in die Arbeitsweise eines Dealerrings, der über verschlüsselte Online-Plattformen im großen Stil handelte. Die Ermittler kombinierten digitale Forensik mit klassischer Observation, um die Identität der Verdächtigen zu ermitteln.

Quelle: Der Spiegel

Source: DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität)