Flüchtiger aus NRW-Klinik: Schon einmal auf Polizisten geschossen
Ein 43-Jähriger, der aus einer psychiatrischen Maßregelvollzugseinrichtung in Stemwede entflohen ist, hat bereits in der Vergangenheit Beamten mit einer Schusswaffe angegriffen.

Flüchtiger aus NRW-Klinik: Schon einmal auf Polizisten geschossen
Ein 43 Jahre alter Mann ist am Samstag aus einer geschlossenen Einrichtung im Kreis Minden-Lübbecke verschwunden. Die Polizei bittet nun um Mithilfe bei der Suche und warnt ausdrücklich vor dem Flüchtigen.
Der Mann, der die deutsche und kasachische Staatsbürgerschaft besitzt, war 2021 von einem Gericht in Hagen wegen mehrerer Delikte verurteilt worden. Dazu zählten versuchter Totschlag, Handel mit Betäubungsmitteln sowie gefährliche Körperverletzung. Die Strafe betrug sieben Jahre und sechs Monate. Nach Verbüßung der Haft kam er aufgrund einer Drogensucht in eine forensische Klinik.
Vor fünf Jahren hatte der Mann bereits Beamte angegriffen. Bei einer Kontrolle in Gevelsberg warf er einen Behälter mit Urin ins Gesicht eines Polizisten. Anschließend zog er eine Pistole und feuerte. Ein 28 Jahre alter Beamter wurde getroffen, überlebte aber wegen seiner kugelsicheren Weste. Bei der Verfolgung verursachte der Täter einen Verkehrsunfall. Ein Spezialeinsatzkommando stellte ihn schließlich in einem Hinterhof, wo er erneut schoss. Die Beamten erwiderten das Feuer und verletzten ihn am Bein.
Auf der Internetseite der nordrhein-westfälischen Polizei erscheint ein Warnhinweis in roter Farbe: Bürger sollen den Notruf 110 wählen und den Gesuchten keinesfalls ansprechen, da er möglicherweise eine Waffe bei sich trägt.
Der Flüchtige ist etwa 1,66 Meter groß und hat ein Gewicht von ungefähr 85 Kilogramm. Seine Haare sind blond und kurz geschnitten, die Augen blau. Auffällige Merkmale sind Narben am rechten Oberschenkel sowie ein ausgeprägtes Hinken. Zudem trägt er Tätowierungen auf dem rechten Oberarm und am Rücken.
Die Ermittler vermuten, dass er sich im Gebiet um Gevelsberg und Hagen aufhalten könnte. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 110 entgegen.
Quelle: BILD.de
Source: BILD