Deutsches Gericht verurteilt Mann für Darknet-Todeslisten von Politikern
Ein Gericht in Düsseldorf verurteilte einen 50-jährigen Deutsch-Polen zu drei Jahren Haft wegen Betreibens einer Darknet-Plattform, die sogenannte Todeslisten von Politikern veröffentlichte.

Deutsches Gericht verurteilt Mann für Darknet-Todeslisten von Politikern
Ein Gericht in Düsseldorf hat einen 50-jährigen Mann, der als Deutsch-Pole identifiziert wurde, zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Verurteilte, bekannt unter dem Namen Martin S., betrieb nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Plattform im sogenannten Darknet.
Diese Plattform trug den Namen "Assassination Politics" und enthielt verschiedene Listen mit Zielpersonen, darunter selbsternannte Todesurteile sowie Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff. Zudem wurden persönliche Daten verschiedener Personen veröffentlicht. Die Seite forderte zudem Spenden in Kryptowährungen an, die als Belohnungen für geplante Morde dienen sollten.
Zu den Personen auf den Listen gehörten unter anderem die ehemalige deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der frühere Kanzler Olaf Scholz sowie ehemalige Minister, Richter und Staatsanwälte. Die Bundesanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, Terrorismus finanziert, schwere staatsgefährdende Gewalt angestiftet und personenbezogene Daten gefährlich veröffentlicht zu haben. Die Plattform wurde von den Behörden mit rechtsextremem und verschwörerischem Inhalt in Verbindung gebracht.
Der Fall kam ans Licht, nachdem der Beschuldigte Ende 2025 festgenommen wurde. Das Urteil fällt in eine Zeit wachsender Sorge in Deutschland über Drohungen, Belästigungen und politisch motivierte Gewalt gegen Politiker und Beamte.
Quelle: Η Ναυτεμπορική
Source: Naftemporiki