Hamburger Polizei durchsuchte Wohnungen und Vereinsräume wegen Betrugs mit EU-Integrationsmitteln
EPPO ordnete Razzien in Hamburg an: Vier Beschuldigte sollen 739.583 Euro aus dem AMIF-Fonds betrügerisch erlangt und für private Zwecke verbraucht haben.

Hamburger Polizei durchsuchte Wohnungen und Vereinsräume wegen Betrugs mit EU-Integrationsmitteln
Die Polizei in Hamburg führte auf Anordnung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) Razzien durch und durchsuchte mehrere Wohnhäuser, Wohnungen, Fahrzeuge und Geschäftsräume. Die Aktion richtete sich gegen vier Personen, die des organisierten Subventionsbetrugs mit Geldern aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) verdächtigt werden.
Den Ermittlern zufolge sind die Beschuldigten Mitglieder eines Vereins, der sich mit der Integration von Migranten beschäftigt. In einem Antrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gab der Verein falsch an, die Voraussetzungen für eine Finanzierung aus dem EU-Fonds zu erfüllen. Sie behaupteten, das Geld werde in die Durchführung eines Integrationsprojekts investiert, doch das Geld wurde angeblich für private Zwecke verwendet.
Die Ermittler stellten fest, dass Schlüsselpersonen im Verein gleichzeitig Projekte leiteten, was ihnen die Kontrolle über 739.583 Euro ermöglichte. Die EPPO geht davon aus, dass dieser Betrag durch Betrug erlangt wurde.
Bei den Durchsuchungen wurden Mobiltelefone und Unterlagen beschlagnahmt, außerdem wurde das Vermögen der Beschuldigten in Höhe des entstandenen Schadens gesperrt. Die Ermittlungen wurden vom BAMF eingeleitet, nachdem Hinweise auf eine mögliche Missbrauch aufgetaucht waren. Nach eigenen Ermittlungen widerrief das BAMF den Zuwendungsbescheid.
Quelle: Večernji list
Source: Večernji list