Mutter filmte dreijährige Tochter für Pädokriminellen und wurde verurteilt

Eine 39-jährige Frau aus Augsburg wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs ihrer damals dreijährigen Tochter zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

Mutter filmte dreijährige Tochter für Pädokriminellen und wurde verurteilt

Das Amtsgericht Augsburg hat eine 39-jährige Frau wegen schweren sexuellen Missbrauchs und der Herstellung kinderpornografischer Aufnahmen zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagte hatte ihre damals erst drei Jahre alte Tochter für einen Mann gefilmt, den sie über ein Kleinanzeigenportal kennengelernt hatte.

Die Straftaten ereigneten sich zwischen 2015 und 2018. Die Mutter lernte auf einer Internetplattform, die bei Ermittlern als Treffpunkt für Pädokriminelle gilt, einen Mann namens "Carsten" kennen. Nach eigener Aussage wurde sie zunächst abgelehnt, als der Kontakt nach obszönen Aufnahmen ihrer Tochter fragte. Sie blieb jedoch mit ihm in Verbindung und lieferte schließlich widerliche Videos, nachdem er mit "Taschengeld" gelockt hatte.

Die Täterin behauptete, das versprochene Geld nie erhalten zu haben. Sie löschte die Aufnahmen später von der Plattform und glaubte, der Fall sei damit beendet. Jahre später fiel der Mann den Behörden auf. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellte die Polizei die Videos der Augsburgerin sicher. Der Pädokriminelle, der in Wirklichkeit Mirco S. heißt, hatte offenbar mehrere Frauen zu Missbrauchsaufnahmen überredet.

Die Richterin betonte, die Mutter habe die Schutzlosigkeit ihres Kindes ausgenutzt. Die heute 14-jährige Tochter und ihre Geschwister wurden in Obhut genommen. Die Angeklagte darf ihre Kinder nur noch einmal monatlich unter Aufsicht einer Anwältin sehen.

Quelle: BILD

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