Internationale Razzia gegen Cyberkriminelle: Drei gefährliche Schadprogramme abgeschaltet

Eine gemeinsame Aktion europäischer und amerikanischer Ermittler hat drei weit verbreitete Schadsoftware-Familien außer Gefecht gesetzt. Dabei wurden Tausende Webseiten und hunderte Server stillgelegt.

Internationale Razzia gegen Cyberkriminelle: Drei gefährliche Schadprogramme abgeschaltet

Internationale Razzia gegen Cyberkriminelle: Drei gefährliche Schadprogramme abgeschaltet

Ermittler aus Europa und den USA haben gemeinsam drei weit verbreitete Schadsoftware-Familien außer Gefecht gesetzt. Bei der Aktion wurden Tausende Internetpräsenzen und hunderte Server stillgelegt.

Die Programme mit den Namen SocGholish, StealC und Amadey dienten als Türöffner für digitale Erpressung. Kriminelle nutzten sie, um Computer zu infizieren und anschließend Erpressungstrojaner einzuschleusen oder Anmeldedaten abzugreifen. Auch Städte und Firmen waren wiederholt Opfer solcher Angriffe geworden.

Die Behörden schalteten etwa 15.000 Webseiten, mehr als 300 Rechner und über 140 Internetadressen ab. Dabei ging es darum, die technische Infrastruktur der Täter nachhaltig zu zerstören.

Zudem sicherten die Fahnder rund 27 Millionen gestohlene Zugangsdaten von über 385.000 Geschädigten. Diese können nun auf öffentlichen Portalen überprüfen, ob ihre Daten betroffen sind. Außerdem fanden die Ermittler digitale Währungen im Wert von mehr als 47 Millionen Dollar, die vermutlich aus kriminellen Aktivitäten stammen.

In der Bundesrepublik laufen Verfahren wegen organisierter und gewerbsmäßiger Erpressung. Die Details berichtete tagesschau.de.

Source: Tagesschau