Mordprozess um Fabian: Zeugenaussage belastet Angeklagte erheblich
Ein Bekannter der Angeklagten sagte vor dem Landgericht aus, sie habe ihn bereits am Vorabend des offiziellen Fundes zum Tatort geführt.

Mordprozess um Fabian: Zeugenaussage belastet Angeklagte erheblich
Vor dem Landgericht im Fall des getöteten Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern hat ein 37-jähriger Zeuge eine schwerwiegende Schilderung abgegeben. Er gab an, die heute 30 Jahre alte Beschuldigte habe ihn bereits am 13. Oktober 2024 an den Ort gebracht, an dem der Leichnam später aufgefunden wurde – rund 24 Stunden, bevor sie selbst die Ermittler alarmierte.
Der Mann erklärte, die Frau habe vehement darauf bestanden, einen bestimmten Tümpel bei Klein Upahl aufzusuchen. An der Böschung sei sie stehen geblieben, während er hinuntergestiegen sei. Mit ihrem Mobiltelefon habe sie Licht gemacht und gesagt, dort liege etwas. Der Zeuge gab zu Protokoll, er habe wegen der Dunkelheit kaum etwas sehen können. Der Moment sei für ihn ein Schock gewesen. Danach seien beide schweigend zum Fahrzeug zurückgekehrt.
Erst am folgenden Tag habe die Angeklagte der Polizei mitgeteilt, den Jungen zufällig während eines Spaziergangs mit dem Hund entdeckt zu haben. Laut Anklage ereignete sich der Tod am 10. Oktober. Die Frau soll das Kind mit mehreren Stichen getötet und die Leiche in Brand gesetzt haben. Sie äußert sich bislang nicht zu den Anschuldigungen; die Unschuldsvermutung gilt.
Quelle: WEB.DE
Source: Google News LU DE