Linksextreme Gruppe beansprucht Brandanschlag auf Bahnstrecke bei Leverkusen für sich

Nahe einer Station in Leverkusen brannte ein Kabelstrang. Die Strecke Köln–Düsseldorf war betroffen. Eine radikale Gruppierung hat sich online zu der Tat bekannt.

Linksextreme Gruppe beansprucht Brandanschlag auf Bahnstrecke bei Leverkusen für sich

Linksextreme Gruppe beansprucht Brandanschlag auf Bahnstrecke bei Leverkusen für sich

In der Nähe eines Leverkusener Bahnhofs ist ein Kabelbündel in Brand geraten. Der Vorfall führte zu massiven Behinderungen im Zugverkehr zwischen Köln und Düsseldorf. Die Sicherheitsbehörden vermuten, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Eine Organisation aus dem linksextremen Milieu hat den Vorfall auf einer Online-Plattform für sich reklamiert. Das berichtet Digi24.ro mit Verweis auf AFP und Agerpres.

Mitarbeiter der Bahn bemerkten die Flammen am frühen Morgen des vergangenen Freitags. Die Polizei gab am darauffolgenden Samstagnachmittag eine Erklärung heraus. Aufgrund der Schäden kam es zu Einschränkungen im Fahrbetrieb der Deutschen Bahn auf dieser stark genutzten Verbindung im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die Fahnder gehen von vorsätzlicher Brandlegung aus. Eine politische Hintergrund lässt sich nach Behördenangaben nicht ausschließen, da im Internet ein Schreiben auftauchte, in dem sich eine Gruppe zu der Aktion bekannte.

Auf der linksextremen Internetseite Indymedia erschien am Samstagmorgen ein Text der selbsternannten Gruppe „Kommando Angry Birds“. Darin beschreiben die Urheber detailliert, wie sie die Eisenbahnverbindung nördlich von Leverkusen lahmgelegt haben.

Die Organisation begründet ihr Vorgehen mit dem Widerstand gegen die „Industrietechnologie“, die ihrer Meinung nach die Menschheit gefährdet. Bereits im September des vergangenen Jahres hatte dieselbe Gruppierung einen ähnlichen Angriff in der Region für sich beansprucht.

Die deutsche Schieneninfrastruktur ist in jüngster Zeit mehrfach Ziel von Sabotageakten geworden. Die meisten dieser Fälle blieben bislang unaufgeklärt. Die Bundesrepublik steht zudem unter Druck durch Falschinformationen und Hackerangriffe, die überwiegend Moskau zugerechnet werden.

Der jüngste Jahresbericht des Inlandsgeheimdienstes, der Ende Juni vorgelegt wurde, warnt zudem vor Spionageaktivitäten aus China, islamistischen Terroristen mit mutmaßlicher Unterstützung aus dem Iran sowie gewaltbereiten Rechtsextremisten.

Source: Digi24