Hamburg: Razzia in ukrainischer Flüchtlingsunterkunft wegen Betrugsverdachts mit Familienkasse

Deutsche Behörden durchsuchen eine Flüchtlingsunterkunft in Hamburg im Zusammenhang mit mutmaßlichem Sozialleistungsbetrug – rund 370 Fälle werden geprüft.

Hamburg: Razzia in ukrainischer Flüchtlingsunterkunft wegen Betrugsverdachts mit Familienkasse

Hamburg: Razzia in ukrainischer Flüchtlingsunterkunft wegen Betrugsverdachts mit Familienkasse

Deutsche Polizeikräfte haben am Morgen eine Großrazzia in einer Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Winterhude von Hamburg durchgeführt. Der Einsatz steht im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen mutmaßlichen Betrugs mit Familienkasse-Leistungen.

Die Maßnahme wurde in der Einrichtung "Haus der Ukraine" durchgeführt, wo die Ermittler alle Zugänge und Ausgänge des Gebäudekomplexes absperrten. Nach Angaben des NDR hatte die Bundesagentur für Arbeit die Operation koordiniert, wobei Mitarbeiter verschiedener staatlicher Stellen beteiligt waren, darunter auch die zuständige Familienkasse.

Die Behörden prüfen etwa 370 Fälle, bei denen der Verdacht auf unrechtmäßiger Inanspruchnahme von Sozialleistungen besteht. Die Untersuchungen konzentrieren sich darauf, ob die entsprechenden Leistungen rechtmäßig gezahlt werden und ob die Kinder, für die die Zahlungen beantragt werden, tatsächlich an den angegebenen Adressen wohnhaft sind.

Im Mittelpunkt der Vorermittlungen stehen mögliche organisierte Banden, die aus dem Ausland agieren. Die Verdächtigen sollen ukrainische Identitäten missbrauchen, um in Deutschland und Polen illegal Sozialleistungen zu kassieren.

Die betreffende Unterkunft in Hamburg ist die größte in der Hansestadt mit einer Kapazität von etwa 1.500 Plätzen, obwohl sie derzeit nicht vollständig ausgelastet ist. Die Einrichtung war in den vergangenen Jahren wiederholt in den Medien, unter anderem wegen Polizeieinsätzen sowie Beschwerden über Lärmbelästigung und Hygienemängel.

Quelle: Euronews

Source: Google News GR — Crime (el)