Berliner SPD-Staatssekretär Hochgrebe zahlt 5000 Euro nach Gewaltvorwürfen

Der Innen-Staatssekretär Christian Hochgrebe musste 5000 Euro an eine Opferhilfe-Organisation zahlen, um ein Strafverfahren wegen angeblicher Körperverletzung und Nötigung abzuwenden.

Berliner SPD-Staatssekretär Hochgrebe zahlt 5000 Euro nach Gewaltvorwürfen

Berliner SPD-Staatssekretär Hochgrebe zahlt 5000 Euro nach Gewaltvorwürfen

Ein Strafverfahren gegen den Berliner Innen-Staatssekretär Christian Hochgrebe (53, SPD) ist gegen eine finanzielle Leistung beendet worden. Der Politiker musste 5000 Euro an den gemeinnützigen Verein "Weißer Ring" überweisen, der Menschen unterstützt, die Opfer von Gewalttaten geworden sind.

Die Ermittler hatten den Sozialdemokraten im Visier, weil er angeblich die Wohnung seiner Ex-Partnerin gegen deren Willen aufgesucht haben soll. In der Folge entwickelte sich ein heftiger Disput, bei dem die Frau zu Fall kam und sich dabei leicht verletzte.

Hochgrebe ist seit Frühjahr 2023 Staatssekretär im Innensenat der Hauptstadt. Davor saß er fünf Jahre lang im Berliner Abgeordnetenhaus. Im Herbst strebt er dort eine erneute Mandatsübernahme an.

Die juristische Auflage beruht auf einer Bestimmung im Strafprozessrecht, die eine Einstellung bei geringer Schuld ermöglicht. Der Betroffene muss dem zustimmen. Die Justizbehörde wies ausdrücklich darauf hin, dass dies keine Schuldspruch bedeute und die Unschuldsvermutung weiterhin greife.

Der Rechtsbeistand des 53-Jährigen erklärte, sein Mandant weise die Anschuldigungen nach wie vor energisch von sich. Die Annahme der Auflage diene ausschließlich dem Wohl der gemeinsamen Kinder im Minderjährigenalter sowie der dauerhaften Entspannung der familiären Verhältnisse.

Quelle: BILD

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