Straßen in Gilching mutwillig zur Todesfalle gemacht – Dutzende Schächte offen gelassen
Im bayerischen Gilching entfernten Unbekannte in der Nacht zum Samstag zahlreiche Kanaldeckel und ließen Gullyöffnungen ungesichert. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Straßen in Gilching mutwillig zur Todesfalle gemacht – Dutzende Schächte offen gelassen
Im oberbayerischen Gilching haben Unbekannte in der Nacht zum Samstag Straßenabschnitte in tödliche Fallen verwandelt. Die Täter entfernten an verschiedenen Stellen rund 15 Kanaldeckel aus ihren Schächten und ließen die Öffnungen ungesichert.
Beamte der Inspektion Gauting stellten bei einer Kontrollfahrt die manipulierten Gullys in mehreren Wohnstraßen fest. Betroffen waren demnach die Talhofstraße, die Gutenbergstraße, die Uranusstraße sowie die Sonnenstraße.
Gegen 2 Uhr früh bemerkte eine Autofahrerin (60) aus Wörthsee rechtzeitig eines der offenen Löcher in der Talhofstraße und konnte noch ausweichen. Dabei blieb es glücklicherweise bei keinerlei Verletzungen oder Blechschäden.
Die eingesetzten Streifen setzten die ausgehobenen Abdeckungen provisorisch wieder ein. Die Ermittler betonen, dass derlei Aktionen alles andere als harmloser Unfug sind. Für Fußgänger und Motorradfahrer bergen frei liegende Schächte bei Nacht erhebliche tödliche Risiken.
Die Staatsanwaltschaft führt ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Personen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter 089/89 31 33 00 bei der Dienststelle Gauting zu melden.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Source: Süddeutsche Zeitung