München: Mann nach Autoattacke zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein 25-jähriger Afghane ist in München wegen eines tödlichen Autoanschlags zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil umfasst zwei Morde, 23 Mordversuche und schwere Körperverletzung.

München: Mann nach Autoattacke zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein afghanischer Mann ist am Donnerstag vom Münchner Gericht wegen eines tödlichen Autoanschlags zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil lautet auf Mord in zwei Fällen, 23 Mordversuche sowie 22 Körperverletzungen, davon 19 schwer.
Der 25-Jährige war im vergangenen Februar in München mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast. Dabei kamen ein zweijähriges Mädchen und seine Mutter ums Leben. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, darunter laut Oberbürgermeister Dieter Reiter auch Kinder.
Der Täter war bereits als 15-Jähriger nach Deutschland gekommen und hatte Asyl beantragt. Obwohl der Antrag abgelehnt wurde, besaß er eine Aufenthaltserlaubnis. Zuvor arbeitete er als Sicherheitsmitarbeiter.
Die Staatsanwaltschaft geht von einem religiösen Motiv aus. Gerichtlichen Angaben zufolge gehörte der Mann keiner extremistischen Gruppe an, hatte sich jedoch durch das Ansehen radikaler Predigten im Internet radikalisiert.
Wegen der besonderen Schwere der Schuld dürfte der Verurteilte den Strafvollzug möglicherweise nie verlassen, berichtet Yle (https://yle.fi/a/74-20239688?origin=rss).
Source: YLE Uutiset