Pflegekraft soll bettlägerigen Patienten Sauerstoffüberwachung abgenommen haben
Anklage gegen 53-Jährige: In einem Pflegeheim bei Frankfurt soll sie bei drei Bewusstlosen die Alarmgeräte deaktiviert haben, um ungestört zu arbeiten.

Pflegekraft soll bettlägerigen Patienten Sauerstoffüberwachung abgenommen haben
Im Main-Taunus-Kreis muss sich eine 53 Jahre alte Pflegefachkraft vor Gericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen, in einer Einrichtung für schwerstpflegebedürftige Menschen die medizinische Kontrolle bei drei Patienten absichtlich unterbrochen zu haben.
Die Frau soll während ihrer nächtlichen Dienste im Februar 2025 die Pulsoximeter abgenommen haben. Diese Apparate messen kontinuierlich den Blutsauerstoffgehalt sowie die Herzfrequenz. Ohne diese Überwachung besteht bei Wachkomapatienten akute Lebensgefahr.
Die Anklagebehörde in Frankfurt am Main geht davon aus, dass die Beschuldigte die Konsequenzen ihrer Handlungen erkannte. Sie soll den Tod der Geschädigten in jedem Einzelfall in Kauf genommen haben, um nicht durch Pieptöne oder Blinklichter aus der Ruhe gebracht zu werden.
Einer der Betroffenen musste danach in eine Klinik verbracht werden. Weitere befanden sich in einem bedrohlichen Gesundheitszustand.
Seit Januar 2025 befindet sich die Angeklagte in Haft. Das Landgericht Frankfurt entscheidet demnächst, ob die Sache vor einer Strafkammer verhandelt wird.
Quelle: Der Spiegel