Obduktionsergebnisse im Fabian-Mordprozess vor Landgericht Rostock vorgelegt
Ein Rechtsmediziner hat im Mordverfahren um den achtjährigen Fabian vor dem Landgericht Rostock die Obduktionsergebnisse vorgelegt. Die Schilderungen waren so belastend, dass ein Zuschauer den Gerichtssaal verlassen musste.

Obduktionsergebnisse im Fabian-Mordprozess vor Landgericht Rostock vorgelegt
Im Strafverfahren um den Tod des achtjährigen Fabian hat ein Gerichtsmediziner vor dem Landgericht Rostock seine Erkenntnisse aus der Leichenschau dargelegt. Der neunte Verhandlungstag erwies sich für mehrere Anwesende als derart belastend, dass mindestens eine Person mit Kreislaufbeschwerden den Saal verlassen musste.
Der Experte Johannes Manhart hatte den Körper des Jungen nach dem Tod untersucht. Im Verfahren sollte er über die Umstände des Auffindens, die Blessuren am Körper sowie die mutmaßliche Todesursache berichten. Seine Darstellung mit visuellem Material trieb die meisten Zuhörer in Saal 2002 an ihre psychische Grenze.
Während der Verlesung zeigte die Beschuldigte kaum Regung. Sie lehnte den Kopf auf eine Hand, schlug in den Unterlagen wie eine desinteressierte Schülerin und notierte gelegentlich etwas.
Der ermittelnde Kriminalhauptkommissar, der den Fundort aufsuchte, ging zunächst von einem harmlosen Einsatz aus. Das Gebäude befand sich in einer unauffälligen Wohngegend. Erst beim Öffnen der Kellertür entdeckte er den leblosen, unbekleideten Jungen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Source: Süddeutsche Zeitung