Mutter in Deutschland festgenommen: Angeblich entführtes Baby war ermordet

Eine 32-jährige Frau in Deutschland wurde festgenommen, nachdem sie zunächst behauptet hatte, ihr dreimonatiges Baby sei entführt worden. Das Kind wurde später tot aufgefunden.

Mutter in Deutschland festgenommen: Angeblich entführtes Baby war ermordet

Mutter in Deutschland festgenommen: Angeblich entführtes Baby war ermordet

Die Ermittlungen zum Tod eines dreimonatigen Babys in Deutschland haben eine dramatische Wendung genommen. Die 32-jährige Mutter Diana L. wurde festgenommen, nachdem sie zunächst behauptet hatte, ihr Sohn Adrian sei von einem Unbekannten aus dem Kinderwagen vor ihrem Haus entführt worden.

Am 18. Juni gab die Frau an, sie habe den kleinen Adrian kurz im Kinderwagen vor der Wohnung gelassen, um Einkaufstüten in die zweite Etage zu bringen. Als sie zurückkehrte, sei das Kind verschwunden. Sie alarmierte daraufhin die Behörden und gab an, ein Unbekannter habe das Baby entführt.

Diese Meldung löste einen großen Such- und Rettungseinsatz aus. Polizei, Feuerwehr, Hubschrauber, Drohnen und etwa 40 speziell ausgebildete Such- und Rettungshunde wurden eingesetzt. Die Suche endete am 19. Juni, als die leblose Leiche des Babys im oder neben dem Rankbach-Bach gefunden wurde, etwa 500 Meter vom Familienhaus in Renningen im Südwesten Deutschlands entfernt.

Nach dem Fund der Leiche rückte die Mutter ins Visier der Ermittler. Die Behörden hatten sie bereits unter Beobachtung gestellt und prüften die Möglichkeit, dass sie das Baby verlassen und die Entführung inszeniert hatte. Nun wurde sie als Verdächtige wegen Mordes festgenommen. Für den Fall wurde eine Spezialeinheit des Morddezernets gebildet.

Bei den Ermittlungen wird auch ein dreidimensionales digitales Modell der Gegend genutzt, um die Bewegungen vor dem Tod des Kindes präzise nachzuvollziehen. Laut der Mutter der 32-Jährigen war ihre Tochter kurz vor dem Vorfall vom Einkaufen in einem Rewe-Supermarkt zurückgekehrt, der etwa 800 Meter von der Wohnung entfernt liegt.

Nachbarn beschrieben die Wohnung der Diana L. als klein und verwahrlost. Dort soll es häufig zu lauten Streitigkeiten mit ihrem früheren Partner gekommen sein. „Es war immer Chaos dort“, sagte ein Nachbar.

Die 32-Jährige soll erst im fünften Monat der Schwangerschaft von ihrer Schwangerschaft erfahren haben, und der Junge kam vorzeitig zur Welt. Ehemalige Kollegen berichteten, sie habe versucht, eine neue Wohnung zu finden, um die schwierigen Lebensbedingungen hinter sich zu lassen und ein neues Leben mit ihrem neuen Partner zu beginnen.

Quelle: Protothema

Source: Proto Thema