Berliner Elektriker wegen 22 mutmaßlicher Vergewaltigungen angeklagt

Ein 68-jähriger Elektriker aus Berlin muss sich wegen schwerer Sexualdelikte vor Gericht verantworten. Er soll mindestens 14 Frauen betäubt und vergewaltigt haben.

Berliner Elektriker wegen 22 mutmaßlicher Vergewaltigungen angeklagt

Berliner Elektriker wegen 22 mutmaßlicher Vergewaltigungen angeklagt

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 68-jährigen Elektriker erhoben, dem 22 Fälle von Vergewaltigung sowie schwere Körperverletzung vorgeworfen werden. Der Mann soll über Online-Partnerbörsen Kontakt zu seinen Opfern geknüpft und sie bei Treffen mit einer Mischung aus Schlafmitteln handlungsunfähig gemacht haben. Anschließend soll er die Frauen missbraucht und die Taten gefilmt haben. Die Betroffenen erfuhren dem Bericht zufolge erst durch die beschlagnahmten Videoaufnahmen von den Straftaten.

Die Ermittler kamen dem Beschuldigten im Jahr 2025 durch einen Hinweis aus Niedersachsen auf die Spur. Dort hatten Kollegen einen ähnlichen Fall bearbeitet, bei dem der dortige Verdächtige zwar verstorben war, jedoch Internetkontakte zu dem Berliner unterhielt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Berlin-Friedrichsfelde stellten die Beamten verschiedene Datenträger sicher. Im Februar 2026 entdeckte ein IT-Spezialist bei der Auswertung zahlreiche Videos mit sexuellen Straftaten.

Daraufhin wurde die Wohnung des Mannes am 3. März erneut durchsucht. Der Verdächtige wurde festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

Die Ermittler gehen inzwischen von bis zu 58 Opfern aus. Bisher konnten 30 Frauen identifiziert werden, weitere Ermittlungen in deren Fällen laufen. Zehn Frauen konnten noch nicht ausfindig gemacht werden. In drei weiteren Fällen fehlen derzeit noch ausreichende Beweise. Bei einer Frau, die dem Anklagevorwurf zufolge zwischen 2010 und 2014 insgesamt 36 Mal missbraucht wurde, musste das Verfahren wegen Verjährung eingestellt werden. Die Staatsanwaltschaft konnte nicht nachweisen, dass bei ihr Gewalt angewendet wurde, weshalb die kürzere Verjährungsfrist von fünf Jahren galt.

Der Berliner Landgericht muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und wann der Prozess beginnt.

Quelle: Novinky.cz

Source: Novinky.cz