Bahnstrecke Düsseldorf–Köln nach Brandanschlag zwei Tage blockiert
Im Westen Deutschlands wurde eine wichtige Eisenbahnverbindung durch Feuer lahmgelegt. Eine linksradikale Gruppe übernahm die Verantwortung.

Bahnstrecke Düsseldorf–Köln nach Brandanschlag zwei Tage blockiert
Im Westen Deutschlands wurde die Schienenverbindung zwischen Düsseldorf und Köln durch einen Brand für zwei Tage unterbrochen. Die Untersuchungsbehörden gehen derzeit von Sabotage aus, nachdem sich eine extremistische Vereinigung aus dem linken Spektrum zu der Aktion bekannt hatte. Am Sonntagabend wurde der Verkehr schließlich wieder aufgenommen.
Das Feuer entstand in der Leverkusener Gegend. Zuerst hieß es, ein Deich sei in Flammen aufgegangen, doch später stellte sich heraus, dass eine Kabelleitung in einem Graben neben den Schienen beschädigt wurde. Die radikale Organisation verbreitete ein Bekennerschreiben, in dem sie angab, Spreng- und Brandmittel an den Stromverteilern platziert zu haben. Als Motiv nannte sie den Wunsch, die Folgen einer fortschreitenden Technisierung zu bekämpfen und dadurch verursachtes Leid zu verhindern.
Nach Einschätzung der Sicherheitsdienste, wie die Agentur DPA berichtete, ist das Schreiben authentisch. Ein technischer Defekt als Ursache für das Feuer gilt als ausgeschlossen.
Die staatliche Bahn meldete am Abend, dass Techniker die beschädigten Leitungen wieder instand setzen konnten. Seit dem Ausbruch des Brandes am Freitag arbeiteten Spezialisten pausenlos. Mittlerweile rollen sowohl Regional- als auch Fernzüge wieder ohne Behinderungen über die betroffene Trasse.
DPA verweist auf die Vorgeschichte der Gruppe: Im Sommer 2025 hatten sich Anhänger derselben Organisation bereits zu einem mehrere Tage währenden Angriff auf die Strecke Düsseldorf–Duisburg bekannt. Im Januar versuchten sie, ein Umspannwerk in Erkrath zu zerstören, was jedoch misslang. Auch weitere Feuer in der Düsseldorfer Region – unter anderem an Sendemasten und in einem Autobahntunnel der A46 – werden dieser Zelle zugeschrieben.
Quelle: České noviny
Source: České noviny