Fahnder durchsuchen erneut Deutsche-Bank-Filialen in Frankfurt

Ein Bankangestellter soll Kundengelder auf ein fremdes Konto umgeleitet haben. Die Staatsanwaltschaft ließ deshalb Büros der Privatkundenabteilung durchsuchen.

Fahnder durchsuchen erneut Deutsche-Bank-Filialen in Frankfurt

Fahnder durchsuchen erneut Deutsche-Bank-Filialen in Frankfurt

Ein weiterer Zugriff auf das größte deutsche Kreditinstitut: Am Dienstag stürmten Beamte der Frankfurter Anklagebehörde Büroräume im Bankenviertel. Konkret betroffen waren die Privatkundenetagen in den markanten Zwillingstürmen an der Taunusanlage. Die Zentrale des Konzerns wurde nicht durchsucht, teilte ein Sprecher der Behörde mit. Ein Richter hatte den Einsatz bereits im Juni genehmigt.

Das Institut selbst wollte sich nicht äußern. Auf Nachfrage verweigerte ein Pressesprecher jede Information. Wirtschaftsjournalisten berichten jedoch, dass die Aktion der Beweissicherung in einem Einzelfall diente. Ein Mitarbeiter soll Gelder von Kunden unterschlagen haben. Vor dem Landgericht Frankfurt soll der Prozess im August beginnen.

Den Recherchen zufolge stießen die Ermittler durch eine interne Warnmeldung des Hauses selbst auf den Fall. Die Anklage wurde bereits im Februar erhoben. Der Verdächtige soll Finanzmittel auf ein Konto transferiert haben, das er unter dem Namen seiner Schwiegermutter geführt hat. Das Institut wollte diese Angaben nicht kommentieren.

Solche Vorfälle sind beim Frankfurter Geldhaus keine Seltenheit. Erst im Januar dieses Jahres hatten BKA-Beamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Büros in der Mainmetropole und in der Hauptstadt durchsucht. Damals stand der Verdacht der Geldwäsche im Raum, verbunden mit ausländischen Firmengeflechten. Verdächtige Überweisungen sollen lange nicht bemerkt worden sein.

Im Jahr 2022 kam es sogar dreimal zu Razzien – unter anderem wegen Umweltbetrugsvorwürfen bei der Fondstochter, eines Waschereiverdachts sowie des Dividendensteuerbetrugs.

Quelle: FAZ.net

Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung