Berliner Arzt wegen Mordes an 15 Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein 41-jähriger Arzt aus Berlin wurde wegen der Tötung von 15 schwerkranken Patienten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht ordnete seine Unterbringung in einer Sicherungsverwahrung nach Strafverbüßung an.

Berliner Arzt wegen Mordes an 15 Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein 41-jähriger Mediziner aus der deutschen Hauptstadt wurde am Mittwoch wegen der gezielten Tötung von 15 Patienten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das zuständige Gericht ordnete zudem die Unterbringung des Verurteilten in einer Sicherungsverwahrung nach Verbüßung der Haftstrafe an. Zusätzlich wurde ihm ein lebenslanges Berufsverbot ausgesprochen.
Die Opfer des Angeklagten waren zwölf Frauen und drei Männer im Alter zwischen 25 und 94 Jahren. Laut dem Gericht befanden sich alle Ermordeten in einem sehr schweren Gesundheitszustand, waren jedoch nicht im Sterben.
Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, dass der Angeklagte nach monatelangem Schweigen überraschend Ende Juni gestand, zwölf schwer kranke Patienten während Hausbesuchen getötet zu haben. In einer Erklärung gab er an, sich eingeredet zu haben, richtig zu handeln und den Kranken "Leiden sowie Elend" zu ersparen. Zum Abschluss des Verfahrens entschuldigte er sich erneut bei den Angehörigen der Opfer.
Der 41-Jährige befindet sich seit August 2024 in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wurden durch Brände ausgelöst, die der Arzt gelegt haben soll, um die Morde zu vertuschen. Zunächst wurde gegen ihn wegen Brandstiftung mit Todesfolge ermittelt.
Das Berliner Landeskriminalamt bildete eine spezielle Mordkommission, die Hunderte Patientenakten analysierte. Im April 2025 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage in 15 Fällen gegen den Mediziner. Die Behörde führt zudem Ermittlungen in weiteren 76 Fällen und rechnet noch in diesem Jahr mit einer weiteren Anklageerhebung. Nach Einschätzung der dpa könnte dieser Fall einer der größten seiner Art in der deutschen Kriminalgeschichte sein.
Quelle: Gazeta.pl
Source: Google News PL