Todesdrohungen gegen Berliner Polizisten nach Reichstags-Einsatz

Berliner Polizisten werden nach einem Einsatz gegen Demonstranten in sozialen Medien mit Todesdrohungen bedroht. Die Staatsschutzabteilung ermittelt.

Todesdrohungen gegen Berliner Polizisten nach Reichstags-Einsatz

Todesdrohungen gegen Berliner Polizisten nach Reichstags-Einsatz

Mehrere Beamte der Berliner Polizei sind nach einem Einsatz vor dem Reichstagsgebäude mit Morddrohungen überschüttet worden. Die "Berliner Zeitung" berichtet, dass die Bedrohungen über soziale Netzwerke verbreitet wurden und sich gezielt gegen Polizisten richten, die bei der Aktion involviert waren.

Auslöser war ein Einsatz am Dienstagnachmittag gegen eine Gruppe von etwa 15 Demonstranten der polnischen "Ruch Obrony Granic". Unter ihnen befand sich auch deren Vorsitzender Robert Bąkiewicz. Die in gelben Westen gekleideten Aktivisten wollten mit einem großen Holzkreuz zum polnischen Gedenkstein marschieren, hatten diesen Aufzug aber nicht ordnungsgemäß angemeldet.

Die Einsatzkräfte boten den Demonstranten an, entweder am Versammlungsort zu bleiben oder zum Denkmal zu gehen, allerdings ohne das Kreuz. Die Gruppe folgte der Weisung nicht und zog los. Daraufhin kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen. Mehrere Teilnehmer, Bąkiewicz eingeschlossen, wurden von den Beamten überwältigt, gefesselt und kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Später wurden alle wieder freigelassen.

Auf Plattformen wie Facebook kursierten bald Aufnahmen des Vorfalls. Polizeisprecher Florian Nath gab an, dass bis zum Mittwochabend rund 6.000 Kommentare zu dem Thema gepostet wurden. Laut der Zeitung enthielten viele davon Hassbotschaften. Einige Beamte erhielten direkte Drohungen, darunter ein Post mit dem Wortlaut: "ICH SUCHE DEUTSCHE ABSCHAUM. BELOHNUNG".

Wegen der Vorfälle leitete die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts mehrere Strafverfahren ein.

Quelle: WP Wiadomości

Source: Google News PL — Crime (pl)