Drogenkurier schluckte 75 Kokain-Päckchen: Kölner Gericht verurteilt 31-Jährigen
Ein Nigerianer wurde vom Kölner Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt, nachdem er fast ein Kilo Kokain und Heroin in seinem Körper von Amsterdam nach Salzburg schmuggelte.

Drei Jahre Haft nach Drogenschmuggel im Zug: 75 Päckchen im Körper entdeckt
Das Kölner Landgericht hat einen 31-jährigen Nigerianer zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Wie Google News DE — Crime (de) berichtet, hatte der Mann 75 mit Kokain und Heroin gefüllte Päckchen geschluckt, um die Drogen unbemerkt von Amsterdam nach Salzburg zu transportieren.
Aufgeflogen war der Schmuggel im Februar 2026, als Zollbeamte den Mann in einem Zug kontrollierten. Er verhielt sich auffällig nervös, machte widersprüchliche Angaben zu einem angeblichen Familienbesuch und führte kaum Gepäck mit sich. Ein Drogentest an seinen Handinnenflächen schlug auf Kokain an.
„Wenn ein Päckchen im Körper aufgeht, ist sein Leben nicht mehr zu retten", sagte Jens Ahland, Sprecher des Kölner Hauptzollamtes, bereits vor Prozessbeginn. Ärzte in einem benachbarten Krankenhaus röntgten den Mann und stellten 75 kleine Päckchen in seinem Magen fest. Unter ärztlicher Aufsicht musste er die Päckchen ausscheiden. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liegt laut Ermittlern bei rund 50.000 Euro.
Der Angeklagte lebt zuletzt in Italien, wo er Asyl beantragt hatte. Seinem Verteidiger zufolge hatte er kein Geld mehr und ließ sich deshalb auf den Transport ein. „Er wurde ausgenutzt", erklärte sein Anwalt vor Gericht. Für den Transport seien ihm 2.000 Euro versprochen worden. „Er hat sich in extreme Lebensgefahr gebracht, das war ihm aber egal", so der Anwalt weiter.
Source: Google News DE — Crime (de)