Polizei nutzt erstmals KI-Bild zur Suche nach Zeugen für ungeklärten Tod
Im Fall eines 23-Jährigen, der tot an einem Erdbeerfeld in der Pfalz gefunden wurde, setzt die Kriminalpolizei erstmals ein computergeneriertes Bild zur Zeugensuche ein.

Polizei nutzt erstmals KI-Bild zur Suche nach Zeugen für ungeklärten Tod
Die Kripo in der Pfalz greift auf eine neue Methode zurück: Um Hinweise auf den Tod eines jungen Mannes zu erhalten, wurde ein Foto mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Das teilt SWR mit.
Erntehelfer hatten die Leiche des 23-Jährigen am 19. Mai zwischen Hettenleidelheim und Eisenberg im Kreis Bad Dürkheim aufgefunden. Der Mann war in Grünstadt gemeldet. Eine Obduktion ergab, dass er vermutlich bei einem Unfall mit einem Fahrzeug starb.
Echte Fotos von Verstorbenen lassen sich kaum veröffentlichen, da das Gesicht nach dem Tod kaum noch mit dem Aussehen zu Lebzeiten übereinstimmt. Deshalb erstellten Ermittler und die zuständige Anklagebehörde gemeinsam ein computergeneriertes Bild. Dazu griffen sie auf ein älteres Foto des jungen Mannes zurück und passten es digital an. Das Ergebnis zeigt ihn mit offenen Augen und in der Kleidung, in der er aufgefunden wurde – barfuß und ohne Socken.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 23-Jährige am Abend zuvor, dem 18. Mai, mehr als eine Stunde von Wattenheim bis zum Fundort gelaufen ist – ohne Schuhe und ohne Strümpfe. Die Kripo in Neustadt bittet nun Menschen, die den Mann an jenem Abend gesehen haben oder andere Erkenntnisse besitzen, sich zu melden.
Source: Google News DE — Crime (de)