Münchner Cannabis-Händler zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt

Ein 46-Jähriger und ein 39-Jähriger wurden in München wegen des Verkaufs großer Mengen Marihuana vor Gericht gestellt. Die Polizei hatte zuvor über 100 Kilogramm der Droge sichergestellt.

Münchner Cannabis-Händler zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt

Münchner Cannabis-Händler zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht München I hat einen 46 Jahre alten Groß- und Einzelhandelskaufmann wegen des illegalen Handels mit erheblichen Mengen Cannabis zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Sein Mitangeklagter, ein 39-Jähriger, kam mit einer auf Bewährung ausgesetzten Haft von einem Jahr und einem halben Jahr davon.

Der Fall kam ans Licht, als eine Mieterin in Trudering wiederholt einen unverkennbaren Geruch im Hausflur wahrnahm. Sie beobachtete zudem, wie ihr Nachbar regelmäßig Kisten und Taschen aus seiner Wohnung in wartende Fahrzeuge lud. Da ihre Tochter bei der Polizei arbeitet, gab sie den Hinweis weiter.

Am 12. September 2025 griffen die Beamten ein. Kurz vor Mittag verfrachteten die beiden Verurteilten neun Kartons aus der Wohnung des Älteren in zwei Pkw. Der Inhalt: fast 83 Kilogramm Marihuana. Die Ermittler folgten dem Transport bis zu einer Garage in der Umgebung und nahmen beide fest.

Eine anschließende Razzia in der Wohnung brachte weitere sechs Behälter mit insgesamt 20 Kilogramm der Droge ans Licht. Zusammen lag die beschlagnahmte Menge weit über der für Erwachsene erlaubten Grenze von 25 Gramm, die seit Inkrafttreten des neuen Cannabisgesetzes im April 2024 gilt.

Der Anwalt des Hauptbeschuldigten plädierte auf Beihilfe und Bewährung. Sein Mandant habe nur als Kurier fungiert und dafür einen geringen Cent-Betrag pro Gramm erhalten. Die Richter wiesen dies zurück. Laut Auswertung seines Handys hatte der 46-Jährige bereits früher ähnliche Lieferungen organisiert, teilweise bis in den Breisgau.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Source: Süddeutsche Zeitung