Großrazzia in Hamburger Flüchtlingsunterkunft: Über 200 Polizisten kontrollieren Identitäten

Deutsche Polizei führte am Donnerstagmorgen eine Großrazzia in einer riesigen Flüchtlingsunterkunft in Hamburg durch. Mehr als 200 Beamte, darunter Spezialeinheiten, überprüften rund 1.000 registrierte Personen auf Verdacht von Identitätsbetrug und Missbrauch von Sozialleistungen.

Großrazzia in Hamburger Flüchtlingsunterkunft: Über 200 Polizisten kontrollieren Identitäten

Großrazzia in Hamburger Flüchtlingsunterkunft: Über 200 Polizisten kontrollieren Identitäten

Die deutsche Polizei hat am Donnerstagmorgen gegen sechs Uhr eine umfangreiche Razzia in einer großen Flüchtlingsunterkunft im Hamburger Stadtteil Winterhude gestartet. Bei der Aktion waren mehr als 200 Polizisten im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten der BFE (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit) sowie Hundeführer, berichtet der Focus.

Die Beamten sperrten alle Eingänge und Ausgänge der vierstöckigen Unterkunft ab, in der derzeit etwa 1.000 von rund 1.500 möglichen Personen registriert sind. Niemand durfte das Gebäude betreten oder verlassen. Alle Anwesenden wurden kontrolliert.

Laut Behördenverlautbarung richtete sich die Aktion gegen Verdächtige von Identitätsbetrug und Sozialleistungsmissbrauch. "Die Aktion konzentriert sich auf die Identitätskontrolle. Wir haben den Verdacht auf falsche Identitäten und Nationalitäten, einschließlich der Tatsache, dass Antragsteller hier nicht leben", erklärte ein Sprecher. Die Ermittler gehen davon aus, dass etwa 150 Personen und deren Kinder in Betracht kommen.

Bei den Kontrollen waren auch Mitarbeiter des Sozialamtes mit Listen anwesend, um zu überprüfen, ob die Leistungsempfänger tatsächlich in der Unterkunft wohnen und ob ihre Identität mit den Angaben übereinstimmt.

In Hamburg haben sich in letzter Zeit die Fälle von Identitätsmissbrauch deutlich vermehrt. Viele Ausländer geben sich als ukrainische Flüchtlinge aus, um Vorteile zu erlangen. Andere wohnen zwar in der Unterkunft, haben dem Amt aber die Adresse einer ungenutzten Immobilie angegeben, um Wohngeld zu beziehen.

Die Zahl der Sozialleistungsbetrügereien in Hamburg steigt kontinuierlich. Im Jahr 2024 wurden 107 Fälle mit einem Schaden von etwa 1,45 Millionen Euro (über 35 Millionen Kronen) registriert. Von den 117 identifizierten Verdächtigen waren laut Polizeistatistik 57 Prozent Deutsche. Zwei Jahre zuvor lag die Zahl der Betrugsfälle noch bei nur 77. Zusätzlich gibt es eine unbekannte Zahl ungemeldeter Fälle, berichtet das NDR.

Quelle: Novinky.cz

Source: Novinky.cz