Rechtsextremer Terrorverdacht: Rumäne in Baden-Württemberg festgenommen
Ein junger Rumäne wurde in Südwestdeutschland verhaftet. Er soll eine rechtsextreme Gruppe aufgebaut haben, die den rumänischen Staat stürzen und ein NS-Regime installieren wollte.

Rechtsextremer Terrorverdacht: Rumäne in Baden-Württemberg festgenommen
In einem Einsatz am Dienstag, den 30. Juni, nahmen deutsche Sicherheitskräfte einen jungen Mann mit rumänischer Staatsangehörigkeit fest. Der Beschuldigte steht im Verdacht, eine ausländische Terrorvereinigung gegründet zu haben, die auf die Zerschlagung der Staatsmacht in Rumänien abzielte. Dies berichtet Ziare.com.
Die Festnahme erfolgte durch Polizeibeamte aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Der Verdächtige, Nichita P., gilt nach deutschem Recht als „junger Erwachsener". Die Bundesanwaltschaft führt die Ermittlungen.
Seit dem Jahresbeginn 2023 soll der Angeklagte aktiv daran gearbeitet haben, eine strafbare Vereinigung aufzubauen. Sein Endziel war demnach die Beseitigung der bestehenden staatlichen Ordnung in Rumänien und die Errichtung eines nationalsozialistischen Herrschaftssystems.
Um Anhänger zu gewinnen, nutzte der Rumäne zwei Kommunikationskanäle auf einer deutschen Messaging-Plattform. Diese richteten sich primär an jugendliche Landsleute.
Über diese Kanäle verbreitete er Aufrufe zu Straftaten. Dazu zählten laut Anklage das Sprühen rechtsextremer Symbole, die Anstiftung Minderjähriger zur Selbstverletzung, Brandanschläge auf Unterkünfte von Migranten sowie Einrichtungen der LGBTQ+-Community. Zudem forderte er zur Tötung von Menschen auf, die er als „untermenschlich" bezeichnete.
Auf den gleichen Kanälen veröffentlichte Nichita P. auch detaillierte Bauanleitungen für explosive Vorrichtungen, Molotow-Cocktails und Autobomben. Ebenso fanden sich dort Anweisungen zur Herstellung von Giften.
Source: Google News RO — Crime (ro)