Sechs Tote bei Schießerei in Stade

Bei einer Schießerei in der norddeutschen Stadt Stade sind am Montag sechs Erwachsene getötet worden. Die Polizei nahm zwei Personen fest.

Sechs Tote bei Schießerei in Stade

Sechs Tote bei Schießerei in Stade

Bei einer Schießerei in der norddeutschen Stadt Stade sind am Montag sechs Erwachsene getötet worden. Die Polizei nahm zwei Personen fest, darunter auch den mutmaßlichen Schützen.

Der Vorfall ereignete sich in der Innenstadt von Stade, einer etwa 50.000 Einwohner zählenden Stadt westlich von Hamburg, in der Nähe eines Jugendzentrums. Ein Polizeisprecher sagte, das Motiv sei zunächst unklar. Das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, dass es sich wahrscheinlich um einen persönlichen Konflikt und nicht um ein politisches oder extremistisches Motiv handle.

Die Rolle der zweiten festgenommenen Person ist derzeit unklar. Ein weiterer Polizeisprecher erklärte, dass keine weiteren Verdächtigen auf freiem Fuß seien. Unter den Opfern befanden sich vier Frauen und zwei Männer, die im Jugendhilfezentrum arbeiteten. Die genaue Zahl der Verletzten ist noch nicht bekannt.

Laut Polizei war der mutmaßliche Schütze in einen Streit um das Sorgerecht für seine dreimonatige Tochter verwickelt. Das Mädchen und ihre Mutter befanden sich während der Schießerei im Büro und blieben unverletzt.

Zunächst forderte die Polizei die Menschen auf, den Tatort zu meiden, teilte aber später mit, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. In einem von der Zeitung Bild verbreiteten Videoclip war zu sehen, wie ein Auto mit einem kaputten rechten Vorderreifen auf einer von Bäumen gesäumten Straße zum Stehen kam. Bewaffnete Polizisten rannten daraufhin zum Fahrzeug und nahmen zwei Personen fest, die gezwungen wurden, sich auf den Boden zu legen.

Massenschießereien kommen in Deutschland relativ selten vor. 2023 erschoss eine bewaffnete Person in Hamburg im Königreichssaal der Zeugen Jehovas sechs Menschen und nahm sich anschließend das Leben. 2016 tötete ein 18-jähriger Mann mit deutsch-iranischen Wurzeln in München mindestens neun Menschen.

Quelle: ERR, https://www.err.ee/1610065855/saksamaal-toimunud-tulistamises-hukkus-kuus-inimest

Source: ERR