Mordverurteilter entkommt bei Gefängnisausflug in der Saar

Die deutschen Behörden fahnden nach Mario Stegnitz, einem 44-jährigen Häftling, der bei einem begleiteten Ausflug aus dem Gefängnis geflohen ist.

Mordverurteilter entkommt bei Gefängnisausflug in der Saar

Mordverurteilter entkommt bei Gefängnisausflug in der Saar

Ein 44-jähriger Mordverurteilter ist am Mittwoch, den 8. Juli, gegen 15 Uhr bei einem begleiteten Gefängnisausflug in Schmelz, einer Gemeinde nördlich von Saarlouis in der Saar, ausgebrochen. Die deutschen Behörden suchen intensiv nach dem Flüchtigen.

Mario Stegnitz entwich der Aufmerksamkeit seiner Bewacher während des überwachten Ausflugs in der Gemeinde mit rund 16.000 Einwohnern. Die saarländische Polizei rief noch am selben Abend zur Wachsamkeit auf und bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche. Gleichzeitig wurde eindringlich davor gewarnt, mit dem Entflohenen in Kontakt zu treten.

Wie das deutsche Medium Bild berichtet, war Stegnitz im Jahr 2011 wegen Mordes an einer 77-jährigen Rentnerin während eines schiefgegangenen Einbruchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Damals war er 29 Jahre alt. Seine Strafe, die er in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken absaß, sollte nach 15 Jahren Haftzeit auf eine mögliche Entlassung hin überprüft werden.

Der Gesuchte wird als 1,92 Meter großer, schlanker Mann mit schwarzen Haaren und einem schwarzen Schnurrbart beschrieben. Er hat braune Augen, eine Narbe am rechten Oberschenkel sowie ein Tattoo am linken Unterarm. Zum Zeitpunkt seiner Flucht trug er ein cremefarbenes T-Shirt, eine hellblaue Jeans und weiße Nike-Sportschuhe.

Die Polizei hat umfangreiche Suchmittel eingesetzt, um den Häftling schnellstmöglich aufzuspüren. Personen, die Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich unter der Nummer +49 681 9321-233 an die Polizei in Saarbrücken zu wenden oder den Notruf 110 zu wählen. Die Behörden raten außerdem vorsichtshalber davon ab, bis auf Weiteres Anhalter mitzunehmen.

Quelle: Le Républicain Lorrain / Le Quotidien

Source: Le Quotidien