Berliner Polizei führt nächtlichen Spezialeinsatz am Kurfürstendamm durch – Fokus auf Drogen, Clans und Luxusautos
Eine Spezialtruppe der Berliner Polizei hat in der Nacht am Kurfürstendamm gezielt gegen Kriminelle vorgegangen, die Autos für Drogen- und Waffentransporte nutzen. Beamten kontrollierten mehrere Luxusfahrzeuge und stellten Waffen sowie Bargeld sicher.

Berliner Polizei führt nächtlichen Spezialeinsatz am Kurfürstendamm durch – Fokus auf Drogen, Clans und Luxusautos
Am Kurfürstendamm in Berlin hat eine Spezialeinheit der Polizei in der Nacht gezielt gegen Kriminelle vorgegangen, die Fahrzeuge für den Transport von Drogen und Waffen missbrauchen. Die Einsatzkräfte kontrollierten zahlreiche Luxusautos und stellten dabei Waffen sowie Bargeld in vierstelliger Höhe sicher.
Die Beamten des Verkehrssicherheitsdienstes 23 durchsuchten mehrere hochmotorisierte Wagen. Bei einem froschgrünen Audi RS Q3 fanden die Fahnder ein Pfefferspray in der Fahrertür, zwei Messer in der Beifahrertür sowie einen Baseballschläger im Kofferraum. Auch mehrere tausend Euro Bargeld – deren Herkunft unklar war – wurden beschlagnahmt. Zwei Mobiltelefone des Fahrers klingelten während der Kontrolle pausenlos. Die Ermittler leiteten ein Verfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche ein.
Später beobachteten die Zivilfahnder in der Schlüterstraße eine Übergabe an einen Mann, der an einem teuren BMW hockte. Bei der anschließenden Überprüfung entdeckten sie 5000 Euro Bargeld in der Hosentasche des Mannes. Der arbeitslose BMW-Fahrer gab an, Schulden bei dem Mann zu haben. Der Empfänger behauptete, er wolle sich das Geld leihen. Die Beamten beschlagnahmten die Scheine – Verdacht der Geldwäsche.
Gegen 0.52 Uhr verfolgten die Einsatzkräfte in der Kantstraße einen Audi, der bereits im Zusammenhang mit Clankriminalität aufgefallen war. Der Fahrer versuchte mehrfach, die Polizei abzuhängen, indem er im Kreis fuhr und beschleunigte. Nach drei Minuten stoppten die Beamten den Wagen mitten auf dem Kudamm mit einem Stoppstick. Leon und seine Kollegen keilten das Fahrzeug ein und nahmen den Fahrer mit gezogenen Waffen fest. Eine Gruppe junger Männer protestierte sofort lautstark gegen die Maßnahme.
Bei der Durchsuchung stellten die Beamten fest, dass der Wagen den Männern nicht gehörte. Weder Drogen noch Waffen wurden an Bord gefunden. Fahrer und Beifahrer waren polizeibekannt, auch wegen schwerer Straftaten. Die beiden durften schließlich weiterfahren.
Die Einsatzkräfte erklärten, dass junge Frauen häufig dazu genutzt würden, Autos zuzulassen und die tatsächliche Nutzung zu verschleiern. Das erschwere die Beschlagnahmung erheblich. Die Beamten prüften während der Schicht stetig Kennzeichen auf Halter, Vorstrafen und Auffälligkeiten.
Quelle: BILD
Source: BILD