Massaker in Stade: Täter soll Waffe am Ku'damm erworben haben
Ein 45-Jähriger tötete in einer niedersächsischen Jugendhilfeeinrichtung sechs Menschen. Nun wird bekannt, dass er die Waffe angeblich bereits eine Woche zuvor in Berlin kaufte.

Massaker in Stade: Täter soll Waffe am Ku'damm erworben haben
In einer Einrichtung für Mütter und Kinder in der Hansestadt Stade starben am Montag sechs Personen durch Schüsse. Nun kommen weitere Erkenntnisse über den mutmaßlichen Schützen ans Licht. Nach Informationen des NDR soll der 45-jährige Mann die Tatwaffe bereits sieben Tage vor der Bluttat auf dem Berliner Kurfürstendamm gekauft haben. Für die Pistole und 21 Patronen soll er 4000 Euro hingelegt haben.
Diese Erkenntnis deutet auf eine geplante Tat hin. Die Staatsanwaltschaft bewertet das Geschehen als sechsfachen Mord, da Merkmale wie Heimtücke und niedere Beweggründe vorliegen sollen. Getötet wurden drei Angestellte des Jugendamts der Region Hannover und drei Beschäftigte der Jugendhilfeeinrichtung.
Der Hintergrund scheint ein Konflikt über die dreimonatige Tochter des Mannes zu sein. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte einen Termin wegen des Sorgerechts. Laut "Spiegel" soll er das Kleinkind geschüttelt haben, was bei einer Untersuchung bestätigt wurde.
Nach den Schüssen wollte der Mann zusammen mit einer Begleiterin im Auto fliehen. Beamte schossen auf die Reifen und stoppten das Fahrzeug. Der Hauptverdächtige sitzt jetzt in U-Haft. Die 34-jährige Mutter des Babys und die Begleiterin wurden freigelassen.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, die Tat lasse einen fassungslos. Die Akten hätten nicht auf eine solche Gefährdung hingewiesen.
Quelle: Berliner Morgenpost
Source: Google News LU DE