GSG9-Beamter erschossen: Verwechslung von Übungs- und Scharfmunition in Putlos
Bei einem Training der Bundespolizei-Eliteeinheit GSG9 wurde am 11. Mai ein Beamter tödlich getroffen. Ursache war laut Ermittlern vertauschte Munition.

Tödlicher Schuss bei GSG9-Training durch vertauschte Munition
Wie 20 Minuten berichtet, ist beim Schiesstraining der Bundespolizeispezialeinheit GSG9 auf dem Bundeswehrübungsplatz Putlos in Schleswig-Holstein ein Elitebeamter ums Leben gekommen. Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck teilten am Donnerstag mit, dass ein Kollege mutmasslich Übungspatronen mit scharfer Munition verwechselt hatte.
Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge lud der betreffende Beamte die Waffe mit der falschen Munition und gab anschliessend im Rahmen der Übung selbst den tödlichen Schuss auf einen weiteren Angehörigen seiner Einheit ab. Der Getroffene starb trotz sofort eingeleiteter Rettungsmassnahmen noch am Ort des Geschehens. Das Training hatte am 11. Mai stattgefunden. Gegen den Beamten, der die Munition vertauschte, wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, er sei «zutiefst erschüttert» über den Tod des Beamten. Die GSG9 ist die Spezialeinheit der Bundespolizei und kommt bei schwerster Kriminalität zum Einsatz – etwa bei Geiselnahmen, Anschlägen oder besonders riskanten Razzien. Laut Bundespolizei absolviert die Einheit jährlich rund 50 bis 60 Einsätze.
Source: 20 Minuten