Frühere RAF-Terroristin nach Jahrzehnten auf der Flucht verurteilt

Eine 67-jährige Frau, die jahrzehntelang der Justiz entwichen war, ist in Deutschland zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Frühere RAF-Terroristin nach Jahrzehnten auf der Flucht verurteilt

Frühere RAF-Terroristin nach Jahrzehnten auf der Flucht verurteilt

Eine 67-jährige Frau ist am Mittwoch in Deutschland zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie gehörte einst der linksextremen Rote-Armee-Fraktion an, die in den 70er und 80er Jahren für zahlreiche Gewalttaten verantwortlich war.

Der Prozess dauerte 14 Monate. Die Richter sprachen die Angeklagte des schweren Raubüberfalls sowie illegalen Waffenbesitzes schuldig. Zusammen mit zwei Komplizen soll sie zwischen 1999 und 2016 mehrere Überfälle auf Geldtransporte und Supermärkte durchgeführt haben. Der Beuteschatz liegt bei rund 2,7 Millionen Euro.

Die beiden Mittäter sind weiterhin flüchtig. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Haft gefordert, doch das Gericht stufte einen Angriff auf einen Geldtransporter bei Bremen nicht als versuchten Mord, sondern als Raub ein.

Die Verurteilte lebte drei Jahrzehnte untergetaucht. Etwa zwanzig Jahre hielt sie sich in einer Berliner Wohnung mit falscher Identität auf. Bei ihrer Festnahme im Februar 2024 stellten Beamte Sprengmittel, ein Sturmgewehr und hohe Geldsummen sicher.

Die RAF löste sich 1998 offiziell auf. Die Frau gilt als Teil der letzten Generation der Organisation.

Quelle: Politiken

Source: Politiken