Prozess um Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar beginnt in Zweibrücken
Am Landgericht Zweibrücken startet der Prozess um den Tod des 36-jährigen Zugbegleiters Serkan Çalar. Der Mann war bei einer Fahrkartenkontrolle zwischen Landstuhl und Homburg angegriffen worden und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.

Prozess um Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar beginnt in Zweibrücken
Am Mittwoch nimmt das Landgericht Zweibrücken in Rheinland-Pfalz den Prozess zum Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar auf. Der 36-Jährige war Anfang Februar bei einer Kontrolle zwischen Landstuhl und Homburg attackiert worden. Zwei Tage später starb er an den Folgen seiner Verletzungen. Der Fall des Schaffners, der lediglich seinen Dienst ausübte, hat bundesweit für Aufsehen gesorgt.
Der Prozessauftakt rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob es sich bei der Tat um eine tödliche Auseinandersetzung oder um einen vorsätzlichen Tötungsdelikt handelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge. Die genauen Umstände der Attacke sollen während der Verhandlung geklärt werden.
Serkan Çalar war als Zugbegleiter unterwegs, als er bei der Fahrkartenkontrolle auf einen Fahrgast traf. Die Situation eskalierte, der 36-Jährige wurde körperlich angegriffen. Er erlitt schwere Verletzungen und verstarb trotz medizinischer Versorgung.
Der Fall löste in der Bevölkerung große Betroffenheit aus. Viele Menschen solidarisierten sich mit der Familie des Verstorbenen und forderten mehr Schutz für Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr. Die Gewerkschaft EVG und andere Arbeitgeberverbände brachten den Mangel an Sicherheit im Berufsalltag von Zugpersonal aufs Tapet.
Die Verhandlung vor dem Landgericht Zweibrücken wird wegen der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit unter besonderer Beobachtung stehen. Das Gericht muss klären, welche Straftatbestände erfüllt sind und wie die Verantwortlichkeit der beteiligten Personen zu bewerten ist.
Quelle: STERN.de
Source: Google News AT — Crime (de)