Ukrainische Behörden sollen Nord-Stream-Sabotage befohlen haben

Deutsche Staatsanwälte werfen einem ukrainischen Ex-Militär vor, die Nord-Stream-Pipelines auf Anordnung ukrainischer Stellen gesprengt zu haben.

Ukrainische Behörden sollen Nord-Stream-Sabotage befohlen haben

Ukrainische Behörden sollen Nord-Stream-Sabotage befohlen haben

Deutsche Ermittler gehen davon aus, dass die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 auf Weisung staatlicher Stellen in der Ukraine erfolgte. Dies teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch mit.

Ein ehemaliger ukrainischer Soldat, der sich in den Fünfzigern befindet, wurde an diesem Tag in Deutschland angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, die zivile Energieinfrastruktur angegriffen zu haben – ein Tatbestand, der nach internationalem Strafrecht als Kriegsverbrechen eingestuft wird, wie unter anderem die deutsche Wochenzeitung Zeit berichtete.

In einer detaillierten Mitteilung zu den Vorwürfen heißt es, der Mann und weitere Beteiligte hätten "im Auftrag staatlicher Stellen der Ukraine" gehandelt. Der Beschuldigte soll eine führende Rolle bei der Sabotage eingenommen haben. Zu der Gruppe gehörten demnach auch ein Kapitän, ein Sprengstoffexperte sowie vier Tiefseetaucher.

Die Anklagebehörde wirft dem Mann vor, gemeinsam mit anderen die beiden Gaspipelines in der Ostsee beschädigt zu haben. Die Explosionen im September 2022 führten zu massiven Lecks an den Leitungen, die Gas von Russland nach Deutschland transportierten.

Die Bundesanwaltschaft hatte bereits im Juni bekanntgegeben, dass ein Haftbefehl gegen den Verdächtigen ergangen war. Er soll sich zum Tatzeitpunkt auf einem Segelboot in der Nähe der Explosionsstellen aufgehalten haben.

Quelle: SVT Nyheter

Source: SVT Nyheter