Schüler greift Mitschülerinnen an – zwei Mädchen schwer verletzt
Ein 16-Jähriger hat am Mittwoch am Welfen-Gymnasium in Schongau zwei Mitschülerinnen schwer verletzt. Die Polizei nahm den Jugendlichen fest.
Schüler greift Mitschülerinnen an – zwei Mädchen schwer verletzt
Ein 16-jähriger Schüler hat am Mittwoch, den 8. Juli 2026, am Welfen-Gymnasium in Schongau im Süden Bayerns zwei Mitschülerinnen schwer verletzt. Die Tat ereignete sich gegen 12:50 Uhr in dem Schulgebäude, in dem rund 80 Lehrkräfte und 800 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.
Nach Angaben der Polizei löste der Vorfall einen sogenannten „Amok-Alarm“ aus, der bei extremen Bedrohungen aktiviert wird. Einsatzkräfte aus der gesamten Region sowie Hubschrauber wurden aufgeboten. Ein Jugendlicher wurde in der Nähe der Schule festgenommen und zur Polizeiwache gebracht, wie Thomas Schelshorn, Pressesprecher der Polizei München, der bayerischen Rundfunkanstalt BR24 mitteilte.
Die beiden verletzten Mädchen wurden ins Krankenhaus gebracht. Laut Ouest-France besteht für sie keine Lebensgefahr. Die genauen Umstände des Angriffs sind noch unklar.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte dem Sender BR24, der Täter habe ein Messer und eine Schusswaffe bei sich gehabt. Diese Angaben wollten die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten nicht bestätigen, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Eine Polizeisprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Identität des Verdächtigen sowie die genaue Zahl und der Zustand der Verletzten müssten noch geklärt werden.
Der Vorfall wurde in Deutschland als „Amoktat“ eingestuft, ein Begriff für einen plötzlichen, wahllosen Mordanschlag durch eine Einzelperson. Über mögliche Motive des Jugendlichen liegen bislang keine Informationen vor. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte, die Schulgemeinschaft und die Angehörigen bräuchten nun Zeit, Kraft und Zuspruch, um die Ereignisse zu verarbeiten. Für Kinder und Eltern der Stadt wurde ein psychologisches Betreuungsangebot eingerichtet.
Source: Google News LU FR