Berliner Elektriker wegen Drogen-Vergewaltigungen angeklagt – bis zu 58 Opfer

Ein 68-jähriger Elektriker aus Berlin soll Frauen über Dating-Plattformen kennengelernt, sie betäubt und vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von bis zu 58 Opfern aus.

Berliner Elektriker wegen Drogen-Vergewaltigungen angeklagt – bis zu 58 Opfer

Berliner Elektriker wegen Drogen-Vergewaltigungen angeklagt – bis zu 58 Opfer

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 68-jährigen Elektriker erhoben. Der Mann soll über Online-Partnerbörsen Kontakt zu Frauen aufgenommen, sie mit Schlafmitteln und Alkohol betäubt und anschließend sexuell missbraucht haben. Wie G4Media.ro unter Berufung auf Bild und Mediafax berichtet, könnte die Zahl der Betroffenen auf bis zu 58 steigen.

Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten in 22 Fällen schwere Vergewaltigung sowie schwere Körperverletzung vor, die sich gegen 14 Frauen richten. Den Ermittlern zufolge suchte der Rentner gezielt über digitale Kontaktplattformen nach potenziellen Opfern. Bei Treffen soll er den Frauen dann ein Gemisch aus Beruhigungsmitteln und Alkohol verabreicht haben, um sie in einen hilflosen Zustand zu versetzen.

Besonders brisant: Die mutmaßlichen Übergriffe wurden laut Staatsanwaltschaft von dem Mann gefilmt. Die betroffenen Frauen erfuhren erst durch die Ermittlungen von den Geschehnissen, da sie während der Taten bewusstlos waren.

Der Fall kam Anfang des Vorjahres ans Licht, als die Polizei aufgrund eines anonymen Hinweises die Wohnung des Verdächtigen durchsuchte. Dabei wurden mehrere elektronische Geräte sichergestellt. Nach einem Jahr Auswertung der gespeicherten Daten erfolgte im März des laufenden Jahres eine erneute Razzia, bei der der 68-Jährige in Untersuchungshaft genommen wurde.

Neben den 14 Frauen, die im Anklageschrift aufgeführt sind, konnten die Ermittler weitere 30 mutmaßliche Opfer identifizieren. In deren Fällen laufen die Nachforschungen noch. Zusätzlich gibt es zehn weitere Frauen, die auf den Aufnahmen erscheinen, deren Identität jedoch bislang unbekannt ist.

Ein Teil der mutmaßlichen Straftaten kann nicht mehr verfolgt werden. 36 Taten, die einer Frau in den Jahren 2010 bis 2014 zugefügt worden sein sollen, sind laut Behördenangaben verjährt.

Das Berliner Landgericht muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Prozess eröffnet.

Source: G4Media