Lebenslänglich Verurteilter flieht bei Ausgang an der deutsch-französischen Grenze

Ein 44-jähriger Mann, der seit 2011 eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßt, ist bei einem bewilligten Ausgang in Schmelz geflohen und wird in der Grenzregion des Saarlandes gesucht.

Lebenslänglich Verurteilter flieht bei Ausgang an der deutsch-französischen Grenze

Lebenslänglich Verurteilter flieht bei Ausgang an der deutsch-französischen Grenze

Ein 44-jähriger Mann wird seit dem 8. Juli in der Grenzregion des Saarlandes im Westen Deutschlands intensiv gesucht. Seit 2011 in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken inhaftiert, floh er bei einem genehmigten Ausgang in Schmelz gegen 15 Uhr, teilen die Behörden mit. Sie appellieren an die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit und raten dringend davon ab, den Mann direkt anzusprechen. „Mario Stegnitz verbüßt derzeit eine langjährige Freiheitsstrafe“, erklärt das Polizeipräsidium Saarbrücken, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Laut verschiedenen deutschen Medien war der Flüchtige 2010 wegen Mordes an einer über 70-jährigen Frau zu lebenslanger Haft verurteilt worden, der sich ein Jahr zuvor während eines missglückten Einbruchs ereignet hatte. Gemeinsam mit einem Komplizen soll er bei der Frau durch ein Kellerfenster eingedrungen sein und dabei entdeckt worden sein. Er soll das Opfer anschließend mit einem Pullover erwürgt haben. Trotz der Schwere der Tat sollte seine Strafe nach 15 Jahren Haft auf eine mögliche vorzeitige Entlassung überprüft werden. Im Rahmen dieser Vorbereitungen sei er nach Schmelz gebracht worden.

Zuvor hatte Mario Stegnitz nach Angaben des saarländischen Justizministeriums bereits mehrere Ausgänge erhalten, insgesamt zwölf einschließlich dem vom 8. Juli. „Diese Genehmigungen dienten unter anderem dazu, ihm den Erhalt von Familienbindungen zu ermöglichen. Die elf vorherigen verliefen alle ohne Zwischenfälle“, berichtet Le Figaro. Zwei Tage nach seiner Flucht ist der Vierzigjährige trotz laufender Suchmaßnahmen weiterhin unauffindbar.

Der gesuchte Mann ist schlank, 1,92 m groß, hat schwarzes Haar, einen schwarzen Schnurrbart und braune Augen. Er trägt ein Tattoo am linken Unterarm und eine Narbe am rechten Oberschenkel. Bei seiner Flucht trug er ein cremefarbenes T-Shirt, eine lange hellblaue Jeans und weiße Nike-Sneaker, ergänzen die Polizeibehörden. „Sollten Sie diese Person sehen oder begegnen, wenden Sie sich bitte sofort an die Polizeinotrufnummer 110. In jedem Fall ist jeglicher direkte Kontakt zu unterlassen. Die Polizei rät außerdem davon ab, Anhalter mitzunehmen“, schließt das Polizeipräsidium Saarbrücken, erreichbar unter 0681/9321-233.

Source: Google News FR — Crime (fr)