Rumäne in Baden-Württemberg wegen Gründung einer rechtsextremen Terrororganisation festgenommen
Ein rumänischer Staatsangehöriger wurde in Deutschland festgenommen. Er soll eine rechtsextreme Terrororganisation gegründet haben, die den Sturz des rumänischen Staates und die Errichtung eines nationalsozialistischen Regimes anstrebte.

Rumäne in Baden-Württemberg wegen Gründung einer rechtsextremen Terrororganisation festgenommen
Die deutschen Behörden haben am Dienstag einen rumänischen Staatsangehörigen inhaftiert. Der Beschuldigte steht im Verdacht, eine ausländische terroristische Vereinigung aufgebaut zu haben. Die Festnahme erfolgte im Bundesland Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands durch Polizeibeamte aus diesem Land sowie aus Rheinland-Pfalz.
Laut der Bundesanwaltschaft soll der Mann, der nach deutschem Strafrecht als "junger Erwachsener" gilt, seit Anfang 2023 eine rechtsextreme Organisation gegründet haben. Das erklärte Ziel war demnach der Sturz des rumänischen Staates und die Errichtung einer nach nationalsozialistischem Vorbild strukturierten Staatsform in Rumänien, wie Știrile ProTV berichtet.
Zur Rekrutierung von Mitgliedern habe der Beschuldigte zwei Kanäle auf einem deutschen Nachrichtendienst betrieben, die sich vorrangig an junge Rumänen richteten. Über diese Plattformen soll er Abonnenten und Mitglieder zu verschiedenen Straftaten aufgefordert haben. Dazu gehörten dem Anklagevorwurf zufolge das Anbringen von Graffiti mit rechtsextremen Symbolen, die Anstiftung von Jugendlichen zur Selbstverletzung, Brandanschläge auf Gebäude, die von Migranten oder LGBTQ+-Personen genutzt werden, sowie die Tötung von als "untermenschlich" eingestuften Personen.
Darüber hinaus soll der Festgenommene auf diesen Kanälen Anleitungen zur Herstellung von Giften und Sprengstoffen sowie zum Bau von Molotow-Cocktails und Autobomben veröffentlicht haben. Die Ermittler werfen ihm zudem die Planung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.
Source: Google News RO — Crime (ro)