Massaker in Stade: Sechs Tote bei Sorgerechtsstreit
Ein 45-Jähriger erschoss in einer Einrichtung in Stade sechs Menschen. Hintergrund war offenbar ein Streit um die Vormundschaft seiner Tochter.

Massaker in Stade: Sechs Tote bei Sorgerechtsstreit
Ein geplantes Treffen über das Sorgerecht für ein Kind endete am Montag in einer Bluttat in Stade, Niedersachsen. Dort tötete ein 45 Jahre alter Mann sechs Personen, die in der betroffenen Einrichtung arbeiteten.
Der Angreifer war zu dem Gespräch erschienen, um über die Obhut seiner Tochter zu verhandeln. Das teilte die Polizei in Lüneburg am Abend des Tattags bei einer Pressekonferenz mit. Unter den Ermordeten befinden sich vier Frauen und zwei Männer.
Nach den Schüssen flüchtete der Verdächtige mit einem Fahrzeug. Beamten nahmen ihn noch in der Nähe fest, nachdem sie ihn verfolgt hatten. In dem Auto entdeckten sie eine Feuerwaffe.
Eine ältere Frau, 65 Jahre alt, wurde ebenfalls festgenommen. Sie soll das Fluchtauto gelenkt haben und steht der Familie des Täters nahe. Zudem geriet die Mutter des Kindes in polizeilichen Gewahrsam.
Auch am Tag nach der Tat blieb der Bereich um den Ort des Geschehens gesperrt. Die Ermittler arbeiten weiter an der Aufklärung des Falls.
Quelle: Aftonbladet
Source: Aftonbladet