Blutiger Angriff in Stade: Sechs Tote bei Schießerei in Frauen- und Kinderschutzzentrum

In der norddeutschen Stadt Stade sind bei einem Schusswaffenangriff in einer Schutzeinrichtung für Mütter und Kinder sechs Menschen getötet worden. Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter festgenommen.

Blutiger Angriff in Stade: Sechs Tote bei Schießerei in Frauen- und Kinderschutzzentrum

Blutiger Angriff in Stade: Sechs Tote bei Schießerei in Frauen- und Kinderschutzzentrum

Bei einem Schusswaffenangriff in einer Einrichtung für Mütter und Kinder in der norddeutschen Stadt Stade sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer waren vier Frauen und zwei Männer, die alle als Mitarbeiter der Einrichtung tätig waren.

Der Vorfall ereignete sich in einer sogenannten „Sicheren Haus"-Einrichtung, die Frauen und ihren Kindern Schutz bietet. Ein 45 Jahre alter Mann hatte dort offenbar einen geplanten Termin. Kurz nach seiner Ankunft eröffnete er das Feuer auf die Anwesenden.

Die Ermittler gingen zunächst von einer „Familientragödie" aus. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden könnte ein Sorgerechtsstreit um das dreimonatige Kind des Angreifers der Auslöser für die Tat gewesen sein. Das Baby und die Mutter des Kindes blieben unverletzt und befinden sich in Sicherheit.

Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen fest. Zudem wurde eine weitere Frau in Gewahrsam genommen, die möglicherweise das Fluchtauto fuhr. Sie soll dem Täter verwandt oder bekannt sein.

Stade liegt westlich von Hamburg und hat rund 50.000 Einwohner. Die Polizei rief die Bevölkerung zunächst dazu auf, das Stadtzentrum zu meiden, gab später aber Entwarnung.

Deutschland hat eine der strengsten Waffengesetze in Europa. Dennoch ereignen sich immer wieder tödliche Schusswaffenangriffe. Im Februar 2020 tötete ein Rechtsextremist in Hanau neun Menschen, im März 2023 erschoss ein ehemaliges Mitglied der Zeugen Jehovas in Hamburg sechs Menschen aus dieser Gemeinschaft und sich selbst.

Quelle: RTVSLO

Source: RTV SLO