Bombenanschlag auf Zug in Baluchistan: Mindestens 24 Tote
Bei einem Anschlag auf einen Militärzug in der pakistanischen Provinz Baluchistan wurden mindestens 24 Menschen getötet und 70 weitere verletzt.

Sprengstoffanschlag auf Militärzug in Quetta fordert Dutzende Opfer
Mindestens 24 Menschen sind bei einem Anschlag auf einen Zug in der pakistanischen Provinz Baluchistan getötet worden. Wie Deutsche Welle berichtet, wurden dabei zudem mindestens 70 Personen verletzt.
Nach Angaben eines hochrangigen Behördenvertreters rammte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug den Zug an einem Bahnübergang in der Provinzhauptstadt Quetta. Die Detonation löste nach offiziellen Angaben eine „gewaltige Explosion" aus, durch die mindestens drei Waggons und die Lokomotive entgleisten.
Der Zug war auf dem Weg von Quetta nach Peschawar im Nordwesten des Landes. An Bord befanden sich Armeeangehörige und deren Familienmitglieder, die zum islamischen Opferfest in ihre Heimatorte reisen wollten. Auch Bewohner eines nahe gelegenen Wohnhauses kamen ums Leben, da sich der Anschlagsort in einem Wohngebiet befindet. In allen öffentlichen und privaten Krankenhäusern der Stadt wurde der Notstand ausgerufen; Sicherheitskräfte sperrten das Gebiet ab.
Die separatistische Miliz Baluchistan-Befreiungsarmee (BLA) bekannte sich zu dem Selbstmordanschlag. Die BLA verübt regelmäßig Attacken auf Züge, Sicherheitskräfte und Infrastruktur der rohstoffreichen Region, die im Westen an Iran und Afghanistan grenzt. Baluchistan ist die größte und zugleich ärmste Provinz Pakistans; seit Jahrzehnten kämpfen dort ethnische Gruppen für Unabhängigkeit.
Erst im März 2025 hatten BLA-Kämpfer den Schnellzug „Jaffar Express" entführt und Hunderte Geiseln genommen. Bei dem anschließenden Militäreinsatz wurden 21 Geiseln, vier Soldaten und alle 33 Angreifer getötet.
Die pakistanische Regierung beschuldigt Indien, die Gewalt zu unterstützen — eine Darstellung, die Neu-Delhi zurückweist. Ministerpräsident Shehbaz Sharif verurteilte den Anschlag scharf und sprach vom „tragischen Verlust unschuldiger Leben".
Source: Deutsche Welle