LKA warnt vor KI-Deepfake-Betrug: 212 Millionen Euro Schaden in Baden-Württemberg
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor Betrug mit KI-generierten Deepfakes. Allein im vergangenen Jahr entstand in dem Bundesland ein Schaden von 212 Millionen Euro – die Dunkelziffer liegt nach Einschätzung der Behörde deutlich höher.

LKA warnt vor KI-Deepfake-Betrug: 212 Millionen Euro Schaden in Baden-Württemberg
Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz zunehmend, um Internetnutzer mit gefälschten Videos um ihr Geld zu bringen. Das Landeskriminalamt in Stuttgart sieht darin eine ernsthafte Bedrohung.
Im vergangenen Jahr summierte sich der Schaden durch sogenannte Deepfakes in Baden-Württemberg auf 212 Millionen Euro. Das teilte die Abteilung Wirtschaftskriminalität der Landesbehörde mit. Doch das sei nur die Spitze des Eisbergs, betont Ermittler Oliver Hoffmann. Aufgrund der großen Dunkelziffer könne der tatsächliche finanzielle Verlust im Südwesten bei rund einer Milliarde Euro liegen.
Die Masche funktioniert so: Täter erstellen täuschend echte Videoclips, in denen vermeintlich vertraute Personen Anlagetipps geben oder für fragwürdige Produkte werben. Einen solchen Fall gab es mit dem Fernsehmediziner Eckart von Hirschhausen. Unbekannte hatten seine Stimme digital kopiert und seine Mundbewegungen so verändert, dass es aussah, als würde er für Abnehm-Wundermittel werben. Der Arzt hatte diese Aussagen nie getätigt.
Hoffmann appelliert an die Internetnutzer, wachsam zu bleiben: Videos im Netz seien nicht mehr verlässlich. Die Technik ermögliche es, Gesichter und Stimmen täuschend echt nachzubilden.
Bericht: SWR
Source: Google News DE — Crime (de)