Linksextreme "Angry Birds" bekennen sich zu Anschlag auf Bahnstrecke
Eine radikale Gruppe hat sich zu einem Brandanschlag auf die Bahnverbindung zwischen Köln und Düsseldorf bekannt. Die Strecke war tagelang blockiert.

Linksextreme "Angry Birds" bekennen sich zu Anschlag auf Bahnstrecke
Am Freitag, 10. Juli, geriet ein Bahndamm zwischen Langenfeld und Leverkusen in Brand. Die Flammen schlugen an zwei Punkten gleichzeitig auf und zerstörten mehrere Kabel für die Signalsteuerung. Daraufhin unterbrach die Deutsche Bahn den Zugverkehr auf dieser zentralen Achse in Nordrhein-Westfalen.
Kurze Zeit später veröffentlichte die Gruppe „Angry Birds“ auf indymedia.org ein Schreiben, in dem sie die Tat für sich reklamierte. Demnach legten die Aktivisten brennbare Materialien in einem Kabelschacht nördlich von Leverkusen. Sie räumten ein, dass die Ausweitung der Flammen stärker ausfiel als beabsichtigt. Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass das Schreiben authentisch ist. Die Möglichkeit eines technischen Fehlers als Auslöser wird als kaum plausibel betrachtet.
Der Staatsschutz in Köln führt nun die Untersuchungen. Er prüft, ob vorsätzliche Brandstiftung vorliegt. Die gleiche Gruppe hatte sich bereits im Jahr zuvor zu ähnlichen Angriffen auf eine andere NRW-Bahnstrecke bekannt.
Die Sperrung sorgte für erhebliche Probleme im Schienenverkehr. Pendler und Reisende mussten auf Busse ausweichen. Die Linien RE1, RE5 und S6 waren besonders betroffen. Auch Fernverbindungen Richtung Dortmund, Münster und die Niederlande litten unter Umleitungen und Wartezeiten von rund einer halben Stunde.
Erst am späten Samstag konnte die Deutsche Bahn die Strecke wieder freigeben. Vorher mussten Techniker die beschädigten Leitungen austauschen und die Sicherheitssysteme testen. Trotz der Wiedereröffnung warnte das Unternehmen vor weiteren Verspätungen.
Quelle: WA.de
Source: Google News LU DE