Gemeinschaftliche Vergewaltigung in Düsseldorf: Zwei Syrer zu je fünf Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Düsseldorf verurteilte zwei syrische Männer wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung einer 27-Jährigen in der Altstadt zu je fünf Jahren Gefängnis.

Gemeinschaftliche Vergewaltigung in Düsseldorf: Zwei Syrer zu je fünf Jahren Haft verurteilt

Verurteilung nach Vergewaltigung auf Motorhaube in der Düsseldorfer Altstadt

Das Landgericht Düsseldorf hat am Dienstag zwei Männer wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung zu je fünf Jahren Haft verurteilt. Wie BILD berichtet, waren Saad A. (34) und Ahmed A. (41) — beide syrischer Staatsangehörigkeit — im Februar vor Gericht gestellt worden. Ein dritter Täter ist weiterhin flüchtig.

Die Tat ereignete sich laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum 29. Juni 2025 am Stiftsplatz in der Düsseldorfer Altstadt. Gegen 2.45 Uhr hoben die Männer eine damals 27-jährige Frau auf die Motorhaube eines geparkten Autos. Die Frau hatte zuvor Alkohol getrunken und ihre Freundinnen kurzzeitig aus den Augen verloren. Der Anklage zufolge war sie durch den Alkohol kaum noch reaktionsfähig — was die Täter spätestens zu diesem Zeitpunkt erkannt haben sollen.

Die drei Männer vergewaltigten die Frau nacheinander. Jeweils zwei von ihnen hielten laut Staatsanwaltschaft dabei Ausschau, um Zeugen fernzuhalten. Dennoch wurde die Tat bemerkt: Zwei zufällig vorbeikommende Männer wurden auf das Geschehen aufmerksam. Ahmed A. erklärte ihnen demnach, er kenne das Opfer. Laut Zeugen verhöhnte er die Frau zugleich — sinngemäß mit den Worten: „Die braucht das."

Als die Zeugen Verdacht schöpften, soll Ahmed A. schreiend auf sie zugerannt sein und gebrüllt haben, er werde sich auch an ihnen vergehen. Die Männer ließen sich davon nicht einschüchtern und schritten ein — woraufhin die Täter flüchteten. Die Zeugen riefen den Notruf und brachten das Opfer zu einem Polizeiwagen auf dem nahegelegenen Burgplatz.

Noch in der Tatnacht nahm die Polizei Ahmed A. und Saad A. vorläufig fest. DNA-Spuren am Körper der Frau wurden als Beweismittel gewertet. Der dritte Beteiligte konnte unerkannt entkommen und ist bis heute nicht gefasst.

Bereits zu Prozessbeginn hatte Saad A. erklärt, er schäme sich, von einer Frau gedolmetscht zu werden. Das Urteil sprach am Dienstag eine Richterin.

Source: BILD