Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby soll um vier Wochen verlängert werden
Die norwegische Staatsanwaltschaft beantragt vier weitere Wochen U-Haft mit Fußfessel für Marius Borg Høiby. Sein Verteidiger signalisiert Zustimmung.

Staatsanwaltschaft beantragt Verlängerung der U-Haft mit Fußfessel
Die norwegische Staatsanwaltschaft will die Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby (29), ältester Sohn von Königin Mette-Marit (53), um vier Wochen verlängern. Das berichtet BILD unter Berufung auf norwegische Medien. Der bisherige Haftbeschluss läuft am 7. September aus; beantragt werden vier weitere Wochen unter elektronischer Überwachung.
Polizeianwältin Oda Karterud bestätigte: „Die Staatsanwaltschaft wird die weitere Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby mit elektronischer Kontrolle beantragen." Verteidiger Petar Sekulic teilte der norwegischen Zeitung Dagbladet mit, sein Mandant werde der Verlängerung zustimmen — obwohl Høiby selbst keine Wiederholungsgefahr bei sich sehe.
Im Hinblick auf die bevorstehende Beerdigung von König Harald V. (†89), den er als Bonus-Großvater betrachtete, wünsche Høiby „keine Aufmerksamkeit und keinen Lärm", so sein Anwalt.
Hausarrest auf dem Königsanwesen Skaugum
Høiby sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Seit Mitte Juli verbüßt er diese nicht mehr im Gefängnis Ila, sondern mit Fußfessel auf Skaugum, dem Anwesen der norwegischen Königsfamilie. Das Haus darf er grundsätzlich nur für genehmigte Termine verlassen — zuletzt etwa bei der Überführung des Sarges von König Harald vom Roten Salon des Königlichen Schlosses in die Schlosskapelle.
Am 15. Juni wurde Høiby zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie Gewalt in einer früheren Beziehung. Er bestreitet die schwerwiegendsten Vorwürfe und hat Berufung eingelegt; das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig.
Ausnahme für Beisetzung am 9. September
Trotz der geltenden Auflagen erhielt Høiby in den vergangenen Tagen mehrfach Ausgang, um gemeinsam mit seiner Familie um König Harald zu trauern. Auch an der Beisetzung am 9. September soll er voraussichtlich teilnehmen dürfen. Im Anschluss soll er nach dem Willen der Staatsanwaltschaft wieder nach Skaugum zurückkehren — mit Fußfessel. Die öffentlichen Auftritte im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten waren die ersten seit vielen Monaten, bei denen Høiby bei einem royalen Termin in Erscheinung trat.
Source: BILD