Geschäftsmann Fenech in Malta-Mordfall an Journalistin freigesprochen
Knapp neun Jahre nach dem Bombenattentat auf Daphne Caruana Galizia hat eine Jury Yorgen Fenech vom Mordvorwurf freigesprochen. Der Prozess gilt als der wohl spektakulärste Mordfall in Maltas Geschichte.

Freispruch für Fenech im Mordprozess um Caruana Galizia
Yorgen Fenech, 44-jähriger Unternehmer, ist in Valletta vom Vorwurf freigesprochen worden, Drahtzieher des Autobombenattentats auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia gewesen zu sein. Wie ORF berichtet, sprach eine Jury ihn heute sowohl von Beihilfe zum Mord als auch von krimineller Verschwörung frei.
Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 nahe ihrem Wohnhaus in die Luft gesprengt worden. Die 53-Jährige galt als eine der bekanntesten investigativen Reporterinnen Maltas und hatte über Korruption in Politik und Wirtschaft recherchiert.
Der Freispruch markiert eine unerwartete Wende in dem wohl spektakulärsten Mordfall der Geschichte des kleinen EU-Staates. Drei Auftragsmörder hatten sich bereits vor einigen Jahren schuldig bekannt und verbüßen Haftstrafen zwischen 15 und 40 Jahren. Zwei weitere Männer, die wegen der Lieferung der Bombe verurteilt wurden, erhielten lebenslange Haftstrafen.
Der Prozess gegen Fenech gehört zu den längsten Mordverfahren in der maltesischen Rechtsgeschichte.
Source: ORF