Signa-Gründer Benko vor Gericht: Neuverhandlung zu 360.000-Euro-Zahlung

René Benko muss am 22. September erneut vor dem Landesgericht Innsbruck erscheinen. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf der betrügerischen Krida.

Signa-Gründer Benko vor Gericht: Neuverhandlung zu 360.000-Euro-Zahlung

Benko erneut vor dem Landesgericht Innsbruck

Der inhaftierte Signa-Gründer René Benko wird am 22. September erneut vor dem Landesgericht Innsbruck stehen. Wie bluewin.ch berichtet, bestätigte das Landesgericht den Termin am Freitag. Für den Folgetag ist ein Ersatztermin angesetzt.

Hintergrund ist eine Neuverhandlung, die der österreichische Oberste Gerichtshof (OGH) im Juli angeordnet hatte, nachdem er einen Teilfreispruch Benkos aufgehoben hatte. Im Zentrum des Verfahrens steht der Vorwurf der betrügerischen Krida — also der Schädigung von Gläubigern im Zusammenhang mit einer Insolvenz.

Konkret geht es um eine Mietvorauszahlung von 360.000 Euro für eine Villa im Innsbrucker Stadtteil Hungerburg. Benko soll damit im Vorfeld seiner Insolvenz als Einzelunternehmer Vermögen dem Zugriff seiner Gläubiger entzogen haben. Einen Schuldspruch wegen einer Schenkung von 300.000 Euro an seine Mutter hatte der OGH hingegen bestätigt. Der Gesamtschaden im laufenden Verfahren beläuft sich damit auf rund 660.000 Euro. Der Strafrahmen liegt zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Voraussichtlich im Oktober dürfte Benko wegen weiterer Vorwürfe erneut vor Gericht erscheinen müssen. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft ihm dabei schweren Betrug sowie weitere Gläubigerschädigung vor. Unter anderem soll er gegenüber dem früheren Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner beziehungsweise Vertretern von dessen Familienstiftung eine falsche Garantie abgegeben und die Stiftung dadurch um rund 5 Millionen Euro geschädigt haben.

Zuletzt wurden zudem neue Ermittlungen bekannt. Dabei geht es um Zahlungen für einen Fuhrpark und Aufenthalte in einem Luxus-Chalet am Arlberg sowie um den Verdacht, Unterschriften von Signa-Investoren nachträglich in einen Gesellschafterbeschluss eingefügt zu haben.

Benko weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bislang zurück. Er befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.

Source: Google News CH — Crime (de)

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