Genfer Strafgericht verurteilt Mann wegen Mordes an Partnerin zu 19 Jahren Haft

Ein Mann in den Vierzigern hat seine Partnerin durch sexuelle Gewalt getötet. Das Strafgericht Genf sprach ihn wegen Mordes mit Eventualvorsatz schuldig.

Genfer Strafgericht verurteilt Mann wegen Mordes an Partnerin zu 19 Jahren Haft

Femizid in Genf: 19 Jahre Freiheitsstrafe für tödliche sexuelle Gewalt

Das Strafgericht Genf hat am Freitag einen Mann in den Vierzigern wegen Mordes mit Eventualvorsatz und sexueller Nötigung mit Grausamkeit zu 19 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Zusätzlich zur Haftstrafe verhängte das Gericht einen 15-jährigen Landesverweis. Wie 20 Minuten berichtet, handelt es sich um einen Femizid von besonderer Brutalität.

Der Angeklagte, ein Mann aus Sierra Leone, fügte seiner kamerunischen Partnerin durch sexuelle Gewalt mit seinem Arm und/oder einer Flasche schwere innere Verletzungen zu. Die dadurch ausgelösten massiven inneren Blutungen waren tödlich.

Der Begriff Eventualvorsatz bedeutet, dass der Täter den möglichen tödlichen Ausgang seines Handelns erkannte und billigend in Kauf nahm, ohne ihn zwingend angestrebt zu haben. Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte nicht beabsichtigt hatte, die Frau zu töten – sein Handeln sei von der Befriedigung sexueller Bedürfnisse geleitet worden.

Der Vorsitzende Richter hielt fest: «Angesichts ihrer Schreie, ihrer unerträglichen Schmerzen und des Blutverlusts hätte [A.] das tödliche Risiko erkennen müssen, dem er sie aussetzte. Dennoch setzte er seinen Willen durch und befriedigte seine Triebe.»

Die von der Verteidigung vorgebrachte Theorie einer Drittbeteiligung wies das Gericht klar zurück. Fäkal- und Blutspuren an seinem Arm sowie an der Flasche belasteten den Angeklagten schwer – trotz seiner Dementis. «Für diese Theorie gibt es keine Beweise», hielt das Gericht fest.

Die Beziehung zwischen dem Angeklagten und seinem Opfer war laut Gericht von Gewalt, Alkoholmissbrauch und einer toxischen Dynamik geprägt. Der Mann hatte seine Partnerin wiederholt geschlagen. Einem Bekannten gegenüber soll er erklärt haben: «Ein Mann muss eine Frau unterwerfen.» Dieses Machtverständnis durchzog die Beziehung bis zum Tod der Frau.

Source: 20 Minuten

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