Leasingfalle für Junge: Kantonspolizei Jura warnt vor Betrugsmasche

Junge Erwachsene werden mit Hunderten Franken pro Monat gelockt, ihren Namen für Leasingverträge herzugeben – mit schwerwiegenden Folgen.

Leasingfalle für Junge: Kantonspolizei Jura warnt vor Betrugsmasche

Kriminelle nutzen Leasingverträge auf fremde Namen

Wie Google News CH — Crime (de) berichtet, warnt die jurassische Kantonspolizei vor einer Betrugsmasche, die gezielt junge Erwachsene ins Visier nimmt: Sie werden dazu verleitet, ihren Namen für einen Fahrzeug-Leasingvertrag herzugeben – gegen eine monatliche Entschädigung von mehreren hundert Franken.

Das Muster ist stets dasselbe. Die Betroffenen geben ihre persönlichen Daten an, treten bei einer Leasinggesellschaft auf und unterzeichnen den Vertrag. Das Fahrzeug wird anschliessend an eine andere Person übergeben. «Am Anfang verspricht man ihnen, dass alles legal ist und sie nur ihren Namen zur Verfügung stellen müssen», sagt Sébastien Frund, Leiter der jurassischen Kriminalpolizei, gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS.

Doch die Folgen für die Unterzeichnenden können gravierend sein. Die Fahrzeuge werden teils für kriminelle Aktivitäten verwendet, von Behörden beschlagnahmt oder ins Ausland verbracht. Der eigentliche Vertragsinhaber bleibt dabei rechtlich an das Fahrzeug und den Leasingvertrag gebunden – unabhängig davon, wer das Auto tatsächlich nutzt.

«Wenn die Leasinggesellschaft die monatlichen Raten nicht mehr erhält, wendet sie sich an die Person, die den Vertrag unterschrieben hat», warnt Frund. Das zieht finanzielle Forderungen des Leasinggebers nach sich. Hinzu kommen mögliche Bussen wegen Verkehrsdelikten, die auf den Namen des Unterzeichnenden lauten.

Die jurassische Kantonspolizei teilte am 26. August mit, dass ihr bislang vier solcher Fälle bekannt sind. Auch die Kantonspolizeien Genf und Neuenburg haben ähnliche Vorfälle registriert.

Die Behörden appellieren an die Bevölkerung: Einen Leasingvertrag auf den eigenen Namen abschliessen, wenn das Fahrzeug danach von einer anderen Person genutzt wird, ist unter keinen Umständen ratsam.

Source: Google News CH — Crime (de)

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