Anschlag auf Drohnenfabrik in der Slowakei vereitelt – Festnahmen in Hamburg und Bratislava

Drei Männer sollen einen Brandanschlag auf ein Drohnenwerk nahe der ukrainischen Grenze geplant haben. Einer wurde in Hamburg festgenommen.

Anschlag auf Drohnenfabrik in der Slowakei vereitelt – Festnahmen in Hamburg und Bratislava

Napalm und Einsatzplan sichergestellt: Trio wollte Drohnenwerk in der Slowakei in Brand stecken

BILD berichtet, dass Fahnder aus Deutschland und der Slowakei am Dienstag koordiniert gegen drei Männer vorgegangen sind, die einen Brandanschlag auf einen Drohnenkomplex in der Slowakei nahe der Grenze zur Ukraine geplant haben sollen.

Deutsche Ermittler nahmen in Hamburg einen 26-jährigen Letten fest. Zeitgleich griff eine slowakische Spezialeinheit in der Slowakei zwei mutmaßliche Komplizen – einen weiteren Letten sowie einen ukrainischen Staatsbürger – fest.

Nach Angaben der slowakischen Polizei wurde bei den Verhaftungen größere Mengen eines Brandgemisches aus Benzin und Polystyrol sichergestellt, das allgemein als Napalm bezeichnet wird. Darüber hinaus fanden Beamte einen handgezeichneten Einsatzplan, Mobiltelefone, Werkzeuge und eine Actionkamera.

Den Angaben der Behörden zufolge hätte der geplante Anschlag einen Großbrand in dem Werk für unbemannte Flugsysteme auslösen können. Zum Zeitpunkt der Tat hätten sich nach ersten Erkenntnissen rund 70 Mitarbeiter im Gebäude befunden. Den möglichen Sachschaden beziffern die Behörden auf mehrere zehn Millionen Euro.

Den drei Männern wird vorgeworfen, den Anschlag als Mittäter „im Auftrag anderer Personen" vorbereitet zu haben. Wer die mutmaßlichen Auftraggeber sind, ist bislang nicht bekannt.

Der in Hamburg festgenommene 26-Jährige wurde auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls gefasst. Hamburgs Oberstaatsanwältin Melina Trautmann erklärte gegenüber BILD: „Der Verfolgte befindet sich aktuell in Hamburg in Festhaltehaft." Die Generalstaatsanwaltschaft will beim Hanseatischen Oberlandesgericht einen Auslieferungshaftbefehl beantragen. Der Mann sitzt demnach in Einzelhaft im Untersuchungsgefängnis Hamburg.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Warnungen westlicher Geheimdienste vor Sabotage- und verdeckten Angriffen gegen Nato-Staaten. CIA-Chef John Ratcliffe besuchte in dieser Woche Moskau und warnte Russland laut Politico ausdrücklich vor „eskalierenden Handlungen gegen die baltischen Staaten".

Source: BILD

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