Erzieher stirbt nach Eingreifen bei Messerangriff auf Schülerin in Gosen-Neu Zittau

Ein 30-jähriger Erzieher kam einer attackierten 18-Jährigen am Docemus-Schulcampus zu Hilfe und wurde dabei tödlich verletzt. Der mutmassliche Täter ist ein 19-jähriger Ex-Freund des Opfers.

Erzieher stirbt nach Eingreifen bei Messerangriff auf Schülerin in Gosen-Neu Zittau

Erzieher Philipp P. stirbt nach Eingreifen bei Messerangriff nahe Berlin

Einen Tag nach dem tödlichen Angriff am Docemus-Schulcampus in Gosen-Neu Zittau bei Berlin werden laut 20 Minuten weitere Details zur Tat bekannt.

Bei der getöteten 18-jährigen Schülerin soll es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) um die ehemalige Freundin des mutmasslichen Täters handeln. Ein Mitschüler erklärte gegenüber der «Bild»-Zeitung, die beiden hätten sich vor der Tat an einer Bushaltestelle vor der Schule gestritten.

Eine Erzieherin schilderte, sie habe gegen 13.15 Uhr Schreie vom Schulhof gehört. Vom Klassenraum aus habe sie beobachtet, wie der Tatverdächtige mehrfach auf die Schülerin einstach. Kurz darauf wurde der 19-Jährige festgenommen.

Die Zeugin sah die junge Frau am Boden liegen, während der mutmassliche Angreifer über ihr kniete. «Er nahm sie in den Arm, drückte sie richtig und lachte hysterisch», so die Erzieherin. Der 30-jährige Erzieher Philipp P. eilte der Schülerin zu Hilfe – und wurde dabei ebenfalls tödlich verletzt.

Philipp P. war an der Schule als Kollege geschätzt. Er arbeitete nebenberuflich als Torwarttrainer und spielte für die SG Grün-Weiss Deutsch-Wusterhausen in der Kreisoberliga. Vor einem Jahr hatte er geheiratet; laut RTL war er kurz vor der Tat Vater geworden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19-jährigen deutschen Staatsbürger zwei Morde aus niedrigen Beweggründen vor. Zu den Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäussert. Strafrechtlich war er zuvor nicht in Erscheinung getreten.

Source: 20 Minuten

Read this article in English